Bereich Kurt-Schumacher-Straße und „Auf der Stehwiese“ soll sicherer werden

Kommt in Eppertshausen der nächster Kreisel an der Babenhäuser Straße?

Ein neuer Kreisel könnte an der Babenhäuser Straße entstehen – hier die entsprechende Stelle von der Straße „Auf der Stehwiese“ im Süden aus fotografiert.
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Ein neuer Kreisel könnte an der Babenhäuser Straße entstehen – hier die entsprechende Stelle von der Straße „Auf der Stehwiese“ im Süden aus fotografiert.

Die Kommune könnte in absehbarer Zeit seinen nächsten Kreisverkehrsplatz – im Volksmund gern Kreisel genannt – bekommen: Entstehen soll das Bauwerk an der Babenhäuser Straße, konkret an den Einmündungen zur Kurt-Schumacher-Straße im Norden und zur Straße „Auf der Stehwiese“ im Süden. Für die Umsetzung ist aber die Hilfe von vier Anwohnern nötig.

Eppertshausen - Für die Planung des Kreisels hat die Gemeinde in den investiven Teil des aktuellen, bereits beschlossenen Haushalts 2020 einen Betrag in Höhe von 10 000 Euro eingestellt. Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) kalkuliert mit Gesamtkosten in Höhe von rund 200 000 Euro: Sie setzen sich neben den Planungsausgaben vor allem aus 170 000 Euro (eingeplant im Investitionsprogramm 2021) für die bauliche Umsetzung und etwa 20 000 Euro für den Ankauf von Teilen der anliegenden Grundstücke zusammen.

Denn ohne die Unterstützung der Anwohner rund um die beschriebene Stelle ist ein Kreisel in einer vernünftigen Größenordnung aus Helfmanns Sicht kaum zu realisieren. Mit vier Anwohnern will das Rathaus Einigkeit erzielen, dass sie jeweils einen kleinen Teil ihres Grundstücks an die Gemeinde verkaufen. „Der Kreisel muss auch für den Schwerlastverkehr geeignet sein“, nennt Helfmann ein Kriterium.

Von der Größe her schwebt dem Verwaltungschef eine Dimension wie die des Kreisels an der Kirche St. Sebastian vor. Im weiteren Verlauf der Babenhäuser Straße gen Osten – also Richtung Hergershausen – gibt es bereits einen Kreisel. Er bindet den „Failisch“ und künftig auch das im Bau befindliche Wohngebiet „Am Abteiwald“ an die Babenhäuser Straße an, die eine der wichtigsten Eppertshäuser Routen ist.

Dass sich die Gemeinde mit dem Bau eines neuen Kreisels zwischen Schumacher-Straße und „Stehwiese“ befasst, hat Helfmann zufolge zwei Gründe: „Dort kommt es immer wieder zu Beinah-Unfällen“, sagt er. „Zudem könnten wir durch den Kreisel eine sichere Querungshilfe für Fußgänger schaffen.“

Denkbar ist auch, dass Eppertshausen in einigen Jahren oder Jahrzehnten die zehn Hektar große Zuwachsfläche südlich der Babenhäuser Straße entwickelt. Dieses Gebiet würde dann über den Failisch-Kreisel, womöglich aber auch über den neuen Kreisel und die Straße „Auf der Stehwiese“ angebunden. Dies ist aber – trotz des anhaltenden Wohnungsdrucks in Eppertshausen und immer mal wieder Forderungen nach einer schnellen Entwicklung des Areals im Süden – Zukunftsmusik und für die aktuellen Kreiselpläne nicht maßgeblich.

Stichwort Kreisel: Für einen solchen wird ob seiner optischen Erscheinung fälschlicherweise immer mal wieder die Kreuzung mit ovaler Verkehrsinsel an der Kita St. Sebastian – zwischen Waldstraße im Westen und Osten, der Kurt-Schumacher-Straße im Süden und der Beethovenstraße im Norden – gehalten. Die Umwandlung in einen Kreisel, in dem dann nicht „rechts vor links“ gelten würde, sondern derjenige im Kreisel Vorfahrt vor den Wartenden an den Kreiseleinfahrten hätte, findet zur Schaffung von mehr Klarheit für die Verkehrsteilnehmer zwar auch Helfmann sinnvoll. Allerdings scheut die Gemeinde die bisher kalkulierten Ausgaben, weil unter anderem Gehwege umgebaut und unter dem Strich wohl 35 000 Euro für die neue verkehrliche Regelung ausgegeben werden müssten.

Man schaue sich die Situation regelmäßig gemeinsam mit der Polizei und der Verkehrsbehörde an, so Helfmann. Auch wenn die Umwandlung der Kreuzung an der Kita in einen Kreisel wünschenswert wäre, sei der Druck zum Handeln dort jedoch nicht besonders groß: „In den vergangenen fünf Jahren hatten wir dort nur zwei oder drei Unfälle.“

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

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