750.000 Euro aus der „Hessenkasse“

Neue Außenanlage für die Kita

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Das Außengelände der KiTa St. Sebastian soll bis 2020 umgestaltet werden.

Eppertshausen - Die jüngste Sitzung der Gemeindevertreter begann mit guter Nachricht: Es gibt Geld vom Land. Und auch die Beschlusslagen waren freundlich. So kann die Kita St. Sebastian ihre Außenanlage umgestalten. Von Jens Dörr 

Die insgeheime Hoffnung einiger Parlamentarier, die Tagesordnung der Gemeindevertreter-Sitzung würde so zügig abgehandelt, dass sich noch der Klassiker zwischen Bayern München und Real Madrid im TV schauen ließe, erfüllte sich im Eppertshäuser Rathaus zwar nicht. Allerdings entschädigten dafür die überwiegend erfreulichen Themen, mit denen sich Christ- und Sozialdemokraten knapp zwei Stunden lang befassen durften und über die sie durchweg einstimmig beschlossen.

Stephan Brockmann dankte als Vorsitzende der Gemeindevertretung Friedhelm Saal, der 36 Jahre lang als Schriftführer Protokoll geführt und mehr als drei Jahrzehnte lang auch als Wahlleiter Eppertshausens fungiert hatte.

Die erste gute Nachricht hatte Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU) gleich zu Beginn: Nach einigem Rühren Eppertshausens hat die Gemeinde Mitte April die Mitteilung des Hessischen CDU-Finanzministers Thomas Schäfer erreicht, dass aus dem Investitionsprogramm „Hessenkasse“ 750.000 Euro in den 6300-Einwohner-Ort fließen. Der Gemeindevorstand hat sogar schon erste Maßnahmen erörtert, wie das zusätzliche und im bisherigen Haushalt nicht eingeplante Geld eingesetzt werden könnte – etwa für die Neugestaltung der Ortseinfahrten im Norden, die Sanierung von Gehwegen oder eine attraktivere Gestaltung des Franz-Gruber-Platzes.

Für Freude in der Kita St. Sebastian dürfte unterdessen der Beschluss sorgen, dass die katholische Kinder-Tagesstätte bei der Umgestaltung ihrer Außenanlage auf die finanzielle Unterstützung der Gemeinde zählen kann. Das Spielgelände für die Kinder soll in drei Bauphasen 2018, 2019 und 2020 für insgesamt 77.000 Euro (netto) verändert werden. Bauphase eins (Wasser-Matsch-Bereich, Spielhügel Teil 1) würde rund 22.500 Euro (netto) verschlingen. Das Parlament gab 15.000 Euro frei, der Rest soll durch Spenden und einen Eigenanteil des Trägers finanziert werden. Zugleich stellten die Gemeindevertreter für 2019 und 2020 zusammen weitere 35.000 Euro in Aussicht.

Um weniger Geld ging es beim CDU-Antrag, dass die Gemeinde künftig auch Taxifahrten zu Fachärzten außerhalb Eppertshausens mit fünf Euro pro Fahrt bezuschussen soll (wir berichteten). Besser gesagt: Erst einmal müsste der Haushaltsposten gar nicht erhöht werden. Für subventionierte Taxifahrten zugunsten gehbehinderter Einwohner gab die Gemeinde 2017 von 10.000 bereitgestellten Euro nur 4000 aus. Die SPD ging beim Vorhaben der Christdemokraten mit, lässt nun aber den Gedanken prüfen, ob die Zugabe aus dem Rathaus künftig zum Beispiel auch Taxinutzern zugute kommen könnte, die etwa am Bahnhof in Ober-Roden ihren Anschluss nach Eppertshausen verpasst haben und stattdessen das Taxi nach Hause nehmen (könnten).

Strahlende Besucher auf der Kerb in Eppertshausen: Bilder

Einstimmig beschlossen wurde zudem die Anschaffung von 500 „Rettungsdosen“ für insgesamt voraussichtlich maximal 1000 Euro (wir berichteten).

Auch diesen Beschluss protokollierte noch einmal Friedhelm Saal. Der Oberamtsrat, der vor allem als Kämmerer große Verdienste um Eppertshausen erwarb, war unter anderem 36 Jahre lang Wahlleiter und Schriftführer der Gemeinde, übte das letztgenannte Amt am Mittwoch letztmals aus. Zwar geht Saal offiziell erst 2019 in Pension, wird wegen reichlich Gutzeit ab sofort aber nur noch sporadisch im Rathaus anzutreffen sein. Stephan Brockmann dankte als Vorsitzender der Gemeindevertretung im Namen von Eppertshausen – und die Abgeordneten zollten Friedhelm Saal ihre Anerkennung mit Standing Ovations.

Quelle: op-online.de

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