Neuer Bolzplatz ist eröffnet

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Es ist geschafft: Nach dem Segen von Pfarrer Röper weihten Mitglieder der Kolpingfamilie und zahlreiche Helfer den neuen Bolzplatz ein.

Eppertshausen - (jas) Pünktlich um 12 Uhr mittags startete die erste Schicht der Kolpingfamilie Eppertshausen mit der Renovierung des Bolzplatzes - und das bei strömendem Regen.

Mit Gummistiefeln an den Füßen und eingehüllt in Regencapes arbeiteten sich die rührigen Eppertshäuser am Freitagmittag mühsam voran. Mit dabei war auch David Euler (14), der sich gemeinsam mit seiner elfjährigen Schwester Maike nicht vom schlechten Wetter abschrecken ließ: „Wir sind in der Jungkolping und uns macht Regenwetter überhaupt nichts aus.“

So ähnlich sah dass auch Michael Buysch aus dem Vorbereitungsteam des 48-Stunden-Projekts: „Wir dürfen uns von der Nässe nicht abhalten lassen, schließlich wollen wir in genau zwei Tagen fertig sein. Und bis dahin gibt es jede Menge zu tun.“

In der kurzen Zeit sollte der Platz begradigt und ein neuer Zaun montiert sowie Randsteine gesetzt werden. Zusätzlich musste die Spielfläche geebnet und mit einem neuen Aschebelag versehen werden.

Viel Arbeit also für die 120 Kolpingmitglieder, von denen etwa die Hälfte aktiv an Aktionen teilnimmt. Doch auch Helfer außerhalb des Vereins waren mit von der Partie, so stellte etwa die Jungfeuerwehr eigens vier ihrer Mitglieder zur Verfügung.

Freude über den neuen Platz.

Insgesamt arbeiteten Männer und Frauen aller Altersgruppen zusammen, Kinder und Senioren waren ebenso aktiv wie junge Erwachsene, die sich vor allem zu den Nachtschichten bereit erklärt hatten. Mit dabei war auch Familie Schröder, allen voran der achtjährige Leopold: „Ich bin sogar mal mit dem Bagger gefahren, aber hauptsächlich habe ich den neuen Belag geglättet. Früher war ich nur ab und zu mal hier, jetzt komme ich bestimmt ganz oft mit meinen Freunden zum Spielen her“, erzählt der sportbegeisterte Junge. Auch die Eltern, Heike und Steffen waren an diesem Wochenende fleißig gewesen und hatten sogar mehrere Schichten übernommen, in denen sie die verschiedensten Arbeiten erledigten - vom Unkrautjäten übers Planieren bis hin zum Betonmischen.

Nach der Arbeit Zeit fürs Zusammensein

Nach der Arbeit war dann Zeit für ein gemütliches Beisammensein“, berichtet Jörn Müller, Mitglied des Organisationsteams: „In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren wir schon früher fertig als erwartet und wollten kurz nach Mitternacht eigentlich schon nach Hause, da hat uns ein ortsansässiger Wirt noch eine leckere Suppe vorbeigebracht. Also sind wir noch geblieben.“ Das war auch gut so, denn sonst hätte der ein oder andere verspätete Helfer unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen müssen.

Und was am Freitag nur die kühnsten Optimisten erwartet hätten, bewahrheitete sich am Sonntagmittag, als alles aufgeräumt war: Das engagierte Team hatte die Herausforderung - trotz widriger Bedingungen - tatsächlich gemeistert und einen tollen Platz geschaffen, der zum Spielen und Toben einlädt.

Dies war nach Angaben des Vorsitzenden der Kolpingfamilie, Marcus Schledt, nicht zuletzt den hiesigen Gewerbetreibenden zu verdanken, die mit zahlreichen Sach- und Geldspenden einiges zum Gelingen des Projekts beitrugen, nicht zu vergessen die Versorgung der Arbeiter durch die örtliche Gastronomie. Aber auch Bagger, Walze und Radlader waren kostenlos zur Verfügung gestellt worden, ebenso Zement und andere Baustoffe.

Ein Helfer legte einen unfreiwilligen, filmreifen Salto hin

Zu Schaden war bei der Aktion glücklicherweise niemand gekommen, nur einer der älteren Helfer, Stephan Euler, stolperte über ein gespanntes Seil und legte einen filmreifen Salto hin. Doch gejammert wird bei der Kolpingfamilie nicht, Euler stand sofort auf, nahm seine Schaufel wieder in die Hand und arbeitete fleißig weiter.

Und damit es auch weiterhin keine Unfälle oder andere unangenehmen Vorkommnisse auf dem neuen Areal geben wird, wurde der Sportplatz an diesem Sonntag von Pfarrer Röper gesegnet, mit dem Hinweis, dass an diesem Beispiel offenbar werde, dass nicht nur das Gebet, sondern auch die Arbeit zum Ziel führten.

Nach diesen Worten wurde der Platz auch gleich einem ersten Bestandstest unterzogen. Eine Mannschaft aus Helfern traf im Einweihungsspiel auf eine Sponsoren-Auswahl. Beide Teams boten dem begeisterten Publikum einige Kostproben ihrer Fußballkünste.

Quelle: op-online.de

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