Neujahrsempfang in Eppertshausen

„Hier lässt es sich noch gestalten“

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Bürgermeister Carsten Helfmann (links) gab einen Rück- und Ausblick auf das Gemeindegeschehen.

Eppertshausen - Zum Neujahrsempfang in Eppertshausen beleuchtet Bürgermeister Carsten Helfmann die festen Säulen, auf denen die Gemeinde steht. Von der Weltwirtschaft bis in die Epperthäuser Gemeindekasse führten die Ausführungen beim Gemeindeempfang in der Bürgerhalle. Von Ursula Friedrich 

Wirtschaftskraft, Innovation und stabile Finanzen: Auf diesen drei Säulen ruht die positive Entwicklung der 6000-Einwohner-Gemeinde Eppertshausen. Dies ist die Essenz der Neujahrsrede von Bürgermeister Carsten Helfmann beim Gemeindempfang am Sonntag Nachmittag. Rund 100 Bürger, Ehrengäste, Vertreter aus Wirtschaft und Politik stimmten sich in der Bürgerhalle aufs neue Jahr ein.

Herausforderungen haben alle hessischen Kommunen zu schultern, von der Sicherung der Kinderbetreuung, der Sanierung maroder Straßen bis zum Erhalt liebgewordener Kultureinrichtungen. In Eppertshausen ist das Ringen um stabile Finanzen, Wirtschaftskraft und soziale Einrichtungen im landesweiten Vergleich recht entspannt. Die Ausführungen Helfmanns zum Jahresauftakt waren durchaus eine (politische) Leistungsbilanz.

So ging das alte Jahr nicht mit dem prognostizierten Defizit von 146.000 Euro zu Ende. „Statt dessen rechnen wir mit einem Überschuss von 500.000 Euro“, so das Gemeindeoberhaupt.

Weniger positiv: Die stabile Finanzlage blieben Land und Kreis nicht verborgen, sodass die Gemeinde 2014 vermutlich 300.000 Euro Schlüsselzuweisungen weniger vom Land Hessen erhält. Und mit einer um 300.000 Euro angehobenen Kreisumlage an den Landkreis auch noch Federn lassen muss. Dennoch: „Wir planen keine Kassen- und Investitionskredite“, so Helfmann, die freiwilligen Leistungen blieben in vollem Umfang erhalten, weder Steuern noch Gebühren würden 2014 angehoben.

Reise in die Zukunft

Der Bürgermeister nahm sein Publikum mit auf eine Reise in die unmittelbare Zukunft, für deren Gestaltung im neuen Haushalt (der am Mittwoch verabschiedet werden soll) 1,7 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung stehen. Die Sanierung der Schulstraße, ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr, die Erweiterung des WC-Gebäudes an der Bürgerhalle für Vereinsutensilien, ein Personalzimmer für die Kindertagesstätte und mehr können so finanziert werden.

Warum Eppertshausen sogar mit einem Plus bei der Gewerbesteuer (1,75 Millionen Euro) und der Einkommenssteuer (drei Millionen Euro) rechnen kann, wurde im anschließenden Filmdokument deutlich. Der passionierte Filmemacher Günter Maier fing auch 2013 mit der Kamera Eppertshäuser Impressionen ein. Diesmal standen Wirtschaft und Unternehmen im Fokus. Obgleich die Premiere seines Films erst am 9. Februar stattfinden soll, flimmerte für die Gäste das jüngste Werk des Produzenten über die Leinwand.

Wachstumslokomotive Nummer eins

In seinem lebhaften Beitrag beleuchtete Maier die Vielfalt von Handwerk, Handel, Dienstleistern und Industriebetrieben in der Gemeinde, die inzwischen über drei Gewerbegebiete verfügt, „und als Zuzugsgemeinde für junge Familien auch aufgrund seiner Baugebiete sehr attraktiv ist“, ergänzte der Bürgermeister.

1150 Arbeits- und Ausbildungsplätze werden in Eppertshausen geboten. Hinter 600 Gewerbeanmeldungen verbergen sich weltweit agierende Unternehmen ebenso wie Einzelunternehmer, vom Fußpfleger bis zum Steuerberater.

Ob sich dieser Trend auch europaweit abzeichnet? Gastredner Hans-Dieter Brenner, Vorstandsvorsitzender der Landesbank Hessen-Thüringen, warf ein kontrastreiches Bild europäischer Wirtschafts- und Finanzkraft an die Wand. Vom schwächelnden Spanien mit 35 Prozent Arbeitslosigkeit ging es nach Deutschland, „der Wachstumslokomotive Nummer eins in Europa“. Gute Prognose für Hessen: Hier zeichne sich der gute Zustand der deutschen Wirtschaft besonders stark ab. Explizit im „Wachstumsmotor“ Rhein-Main-Gebiet, zu dessen kleinen Rädchen im Getriebe Eppertshausen zählt.

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Quelle: op-online.de

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