Nikolaus mit Langosch verwöhnt

Eppertshausen ‐ Auf dem Eppertshäuser Weihnachtsmarkt gab es allerhand zu bestaunen: Hobbykünstler boten ihre selbst gemachten Waren an, die Gesangvereine sorgten mit ihren Liedern für eine weihnachtliche Stimmung und es gab auch wieder eine große Auswahl an kulinarischen Genüssen. Von Jasmin Frank

Altbewährt und stets gut besucht war der Stand von Maja Freibert, die sich als Hobbykünstlerin das ganze Jahr auf Weihnachten vorbereitet. „Ich mache am liebsten Bilder und Kerzen und freue mich, wenn jemand meine Sachen als Weihnachtsgeschenk für seine Lieben entdeckt“, erzählt die Eppertshäuserin. Ganz begeistert von ihrer Angebotspalette war Heide Vaillant-Poth aus Groß-Zimmern, die gemeinsam mit ihrem Hund Ezzara ihren Sohn in Eppertshausen besucht. „Ich habe schon auf vielen Weihnachtsmärkten gesucht, aber nirgends einen so schönen Duftwachs entdeckt wie hier“, freute sie sich und auch ihr Vierbeiner schnupperte an dem Wachs.

Die Ortsvereine hatten einiges aufgeboten, um den Besuchern das Wochenende schmackhaft zu machen. Am Stand der katholischen Gemeinde Sankt Sebastian lockte ein Novum: Die ungarische Spezialität Langosch wurde zubereitet. „Ich habe das Rezept von meiner Mutter, einer Ungarin“, lachte Heike Schröder und erklärt, um was für eine regionale Spezialität es sich handelt: „Das ist ein selbst gemachter Brothefeteig, der in Pflanzenöl frittiert wird und den man mit einer Knoblauch-Kräuter-Creme oder mit Käse und Speck ist.“

Auch für warme Getränke war überall gesorgt und die Jugendfeuerwehr hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: Für Glühweinabstinenzler gab es hier „Löschzwerg“-Bier, das die rührigen Brandschützer eigens von weit her importiert hatten.

Wer sich nach dem guten Essen noch sportlich betätigen wollte, der war am Stand der Jugendpflege richtig, denn hier konnte Dart gespielt werden und zu gewinnen gab es auch noch etwas. „Wir sind zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, weil wir Geld für den neuen Jugendraum sammeln wollen. Wir benötigen noch jede Menge Sachen und so können die Jungen und Mädchen durch ihren Dienst an unserem Stand ihren Teil dazu beitragen“, sagte Simone Ullrich. Den Jugendlichen machte es großen Spaß, Maronen zu verkaufen. „Wir laufen sogar herum und verkaufen direkt an die Leute. Außerdem machen wir sie auf unseren Stand aufmerksam, damit mehr zu uns kommen und sich informieren. Wir haben von den Eppertshäuser Gewerbetreibenden schöne Preise zur Verfügung gestellt bekommen und die kann man beim Dart gewinnen“, so Erdal, der seinem Freund Paul gleich mal zeigt, wie gut er schon in dem Sport geworden ist.

Auch musikalisch war einiges los vor dem Rathaus: Während am Samstag der Männerchor des Liederkranzes und der Kinderchor „Singing Kids“ gegen den Regen ankämpfen mussten, hatte der Gesangverein Germania bestes Winterwetter, um das Publikum mit seinen Weihnachtsliedern zu erfreuen. Während die Kinder noch in der Mehrzweckhalle der spannenden Theateraufführung folgten, konnten die Eltern in Ruhe über den Weihnachtsmarkt bummeln und den Liedern der Germania zuhören. Doch kaum waren die Steppkes vor Ort, konnten die Männer trotz ihrer Sangesqualität die Kleinen nicht mehr im Zaum halten, denn die wussten: Nach dem Konzert kommt der Nikolaus.

Doch das Warten hatte sich gelohnt: Er hatte für jedes Kind etwas in seinem Sack mitgebracht und die Rute musste nicht benutzt werden, gibt es doch in Eppertshausen nur brave Kinder. Bis in den Abend hinein ließen die Besucher das vorweihnachtliche Wochenende ausklingen und wurden dabei von Regen und Schnee verschont.

Quelle: op-online.de

Kommentare