Nur noch ein Häufchen Asche

+
Nicht mehr wirklich urig: Nach demBrand hoffen die Wanderer auf junge Helfer.

Münster - Nur noch ein trauriger Rest der Holzhütte ist übrig geblieben. Wie es genau passiert ist, ob es Absicht oder ein Missgeschick war, das weiß keiner genau. „Aber es tut uns schon weh, ein trauriges Ding ist das“, sagt Bodo Lerch , 62, Pressewart der Wandergesellschaft „Frisch-Auf“ Münster. Von Kathrin Rosendorff

Wir stehen im Dunkeln , es ist uns unbekannt, wer es war und ob es Brandstiftung war.“ Vor knapp zwei Wochen ist der beliebte „Geheimtipp-Platz“ auf dem Rotkäppchen-Gelände abgebrannt. Pächter ist die Wandergesellschaft Frisch-Auf, die den grünen Ort, der etwas kleiner als ein Fußballfeld ist, auch um die Hütte herum hegt und pflegt.

Wer helfen will, meldet sich bei Bodo Lerch: 06071 32492 oder unter abgebrannt@frisch-auf.de.

Genutzt wird der Platz aber fast mehr von Anderen: Jugendgruppen, Motorradclubs, Kindergärten kommen hier mit viel Freude her. Viele feiern auch gerne Kindergeburtstage“, erzählt Lerch. Das sei auch vollkommen in Ordnung , solange sie sich vorher bei der Wandergesellschaft anmeldeten. „Es gibt hier zwar keinen Strom, aber das hat ja auch was Schönes an sich“, sagt Lerch und lacht. Wenn die Besucher der Hütte doch Strom bräuchten, würden sie einfach einen Generator mitbringen. Bis vor ein paar Jahren hat die Wandergesellschaft hier ihre großen Sommerfeste gefeiert, das macht sie jetzt aber wegen der hygienischen Grundbedingungen bei Großveranstaltungen dann doch im Vereinsheim. „Nur noch das Johannis-Feuer feiern wir hier“, erzählt Bodo Lerch. „Es ist gar nicht lange her, da haben wir noch die defekten Holzteile ausgetauscht und das Wellblechdach erneuert“, berichtet Lerch und seufzt.

Wäre das vor ein paar Jahren passiert, als das Wandern auch noch bei den jungen Leute populär war, hätten wir die Hütte wohl ganz schnell wieder aufgebaut.“ Doch, so sagt er, gehöre gerade er mit seinen 62 Jahren zu den Jüngeren des Vereins. „Uns fehlen kräftige junge Männer“, sagt er. Eine andere Option auf die er und der Verein hofft ist die, von einer Firma einen Container gespendet zu bekommen. „Wichtig ist eine richtige Hütte mit mehr als den übriggebliebenen drei Brettern zu haben, da können die Leute ihre Rucksäcke unterbringen, oder auch Bierkästen abstellen.“ Außerdem stehen selbst die größten Naturfreunde nur ungern im Regen.

Quelle: op-online.de

Kommentare