Bei Notruf sofort zur Stelle

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Pfarrer Johannes Opfermann (rechts mit Mikrofon) segnet die neue Rettungswache des DRK in Eppertshausen. Mit der Einrichtung sollen die Flexibilität und das Tempo der Einsätze verbessert werden.

Eppertshausen - Wer in den vergangenen Monaten länger als zehn Minuten auf einen Rettungswagen warten musste, der weiß, welch eine Erleichterung eine Verkürzung der Wege bei Einsätzen für die Betroffenen und ihre Angehörigen darstellt. Von Jasmin Frank

Vorausgegangen war eine Untersuchung, die belegt, dass im beobachteten Zeitraum im Landkreis die zehnminütige Hilfsfrist, die in Hessen vorgeschrieben ist, nicht immer eingehalten werden konnte. Diesen Eindruck bestätigte auch Bürgermeister Carsten Helfmann bei der gestrigen Einweihung der neuen Rettungswache: „Wir von der Freiwilligen Feuerwehr Eppertshausen mussten leider registrieren, dass wir immer wieder vor dem Rettungsdienst eingetroffen sind, obwohl wir ja eine längere Vorlaufzeit haben.“

Die problematische Situation wurde von Landkreis und Landesregierung wahrgenommen und es war allen Beteiligten klar, dass schnell Abhilfe geschaffen werden musste. Einsatzpersonal und Rettungswagen waren ausreichend vorhanden, aber die Wege waren schlichtweg zu lang, deshalb wurde ein zentraler Ort gesucht und gefunden: das Eppertshäuser Gewerbegebiet Park 45.

Hier stellte die Gemeinde für einen symbolischen Euro pro Jahr ein Grundstück als Erbpacht zur Verfügung und so konnten nicht nur die nächsten 50 Jahre im Voraus bezahlt werden, sondern auch rasch mit dem Bau einer neuen Rettungswache begonnen werden.

Hessen hat eine Vorreiterstellung

Die Effizienz und Effektivität der Einrichtung lobte auch Staatsminister Jürgen Banzer, selbst Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus: „Hessen hat gegenüber anderen Bundesländern eine Vorreiterstellung inne, da wir die kürzeste Hilfsfrist haben. In maximal 30 Minuten werden die Patienten in einer Klinik untergebracht,“ erläuterte Banzer die Arbeit der Rettungsdienste.

In der neuen Wache in Eppertshausen arbeiten derzeit acht Personen, von denen immer zwei im Einsatz sind, hinzu kommt ein Rettungswagen. Wachleiter Frank Herbrik lobt die zentrale Lage der neuen Station: „Wir sind hier sehr gut an das Straßennetz angebunden. Vor kurzem gab es sogar einen Unfall direkt hier an der Kreuzung, die in das Gewerbegebiet hineinführt. Da wir so nah waren, konnten wir schon helfen, bevor der Notruf bei uns einging.“

Und Manfred Stein, Geschäftsführer des DRK Starkenburg und damit für die Region zuständig, fügt hinzu: „Von Eppertshausen aus gibt es etwa 100 Einsätze pro Monat. Wir rücken in die nächste Umgebung aus, also beispielsweise auch nach Münster und Messel.“

Doch gestern wurden die Helfer von einem Einsatz verschont und konnten die Einweihung bei einem leckeren Buffet gemeinsam feiern.

Quelle: op-online.de

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