Keine Diskussion zum Haushalt

Eppertshausen - Da hat es eine Opposition schon schwer, wenn ihr solch ein Zahlenwerk vorgelegt wird, wie dies Bürgermeister Carsten Helfmann für den Etatentwurf 2013 gelang. Von Thomas Meier

Eingebracht Ende vergangenen Jahres, stimmten dem mustergültigen Plan nun alle Parlamentarier nach kurzer Aussprache zu. Eine Debatte entspann sich nicht wirklich, obwohl sonst der Haushalt stets zur Generalabrechnung mit der Regierungspartei genutzt wird. Die Opposition bleibt in Eppertshausen nahezu sprachlos.

Schon im Bericht zur Einbringung des Haushaltsentwurfs titelte unsere Zeitung: „Finanziell steht Eppertshausen prima da“. Dem konnte nun auch Ewald Gillner nichts weiter hinzufügen, als er als finanzpolitischer Sprecher der CDU das Werk interpretierte. Gillner brauchte nur seinen Bürgermeister wiederholen: „Der Haushaltsentwurf spiegelt eine verantwortungsvolle und sparsame Haushaltsführung wider. Der Fehlbedarf im Ergebnishaushalt konnte von 797.000 im vergangenen Jahr auf 146.000 Euro für 2013 reduziert werden.“

Entwicklung des Gewerbegebietes Park 45

Damit gehört Eppertshausen zu einer der wenigen Kommunen im Landkreis, die kein Konsolidierungskonzept aufstellen müssen. Die Vorlage des sechsten doppischen Haushaltes für den Ort schließt mit Erträgen von 8,87 Millionen Euro. Dem stehen Aufwendungen von neun Millionen Euro gegenüber. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, den Kassenkredit von rund 100.000 Euro aus dem Etatansatz zu streichen. Diesem Ansinnen stimmte die Gemeindevertretung zu.

Gillner sagte, dass es trotz der überwiegend fremdbestimmten Belastungen wie Kreis- und Schulumlage sowie kostenintensiver Baumaßnahmen im abgelaufenen Jahr ein beinahe ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden könne, sei bemerkenswert. Dabei erinnerte er an die Fertigstellung der Bürgerhalle, die grundhafte Erneuerung des Sandwegs und die Neugestaltung des erst jetzt eingeweihten Wilhelm-Körner-Platzes.

Positiv bewertete der CDU-Sprecher die Entwicklung des Gewerbegebietes Park 45 und des Wohngebietes „Im Eichstumpf“. Über 70 Prozent der Fläche sei im Gewerbegebiet vermarktet, im Eichstumpf das letzte Grundstück aus Gemeindeeigentum bereits lange verkauft. Alle für 2013 vorgesehenen Investitionsmaßnahmen könnten aus den laufenden Finanzmitteln bestritten werden.

Auch die Sozialdemokraten stimmten dem Planwerk zu. Doch wollte Jennifer Larem, die in Vertretung des Fraktionsvorsitzenden Hans-Joachim Larem zum Haushalt sprach, es sich nicht nehmen lassen, ein Statement abzugeben. Man habe sich die guten finanziellen Verhältnisse erwirtschaftet durch den Verkauf der Grundstücke. Junge Familien seien durch Rabatte gelockt worden, die Gewerbegelände mittlerweile nahezu ausgereizt. Es sei an der Zeit, sich angesichts der demographischen Entwicklung Gedanken über eine nachhaltigere Politik zu machen.

Quelle: op-online.de

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