„Orchester ist wie eine Familie“

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Die für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft Geehrten erhielten einen Präsentkorb.

Eppertshausen - Der Odenwälder Abend ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis für die Mitglieder des Odenwaldklubs Eppertshausen, denn es wird gleich zweierlei geboten. Von Jasmin Frank

Zum einen ein vielfältiges Rahmenprogramm aus Musik und Tanz, zum anderen aber auch die Ehrungen der Wanderer und der langjährigen Mitglieder.

So konnten am Samstag Gerlinde und Otto Huber, Sonja und Thomas Müller sowie Anni und Willi Seitel für 25 Jahre Treue zum Verein, Heidi Anton, Astrid Beck, Claudia Fink, Anette Koch, Maria Neumann und Hildegard Schrod für vier Jahrzehnte Mitgliedschaft, Edith Dreieicher und Marianne Hechler für ein halbes Jahrhundert im Odenwaldklub und Liselotte Blickhan, Christel Gruber, Elisabeth Larem, Marianne Michl und Hubert Müller für 60 Jahre Mitgliedschaft vom Vereinsvorsitzenden Norbert Anton ausgezeichnet werden. .

„Stahlwerk Impressionen“ hieß ein Stück, das das Schülertheater auf die Bühne brachte.

„Ich bin zwar seit 60 Jahren in der Ortsgruppe, habe davon aber nur 50 Jahre Mandoline gespielt“, erzählt Hubert Müller bescheiden. In dieser langen Zeit hat er die Veränderungen des Orchester miterlebt: Von einem guten Dutzend Mandolinenspieler hat sich das Ensemble auf eine beachtliche Anzahl Musiker gesteigert. „Das Mandolinenorchester zieht so viele Menschen an, weil es einfach gut spielt“, erklärt Müller die Faszination. Das Ensemble war auch schon mehrfach im Ausland zu Konzerten eingeladen: Österreich, Frankreich, England und Italien standen auf der Reiseroute. „Der Höhepunkt war allerdings unsere Japanreise, an der ich leider nicht teilnehmen konnte“, erklärt Müller wehmütig, doch dann stiehlt sich ein Lächeln auf sein Gesicht und er erzählt: „Das Orchester ist wie eine Familie, auch wenn ich seit zehn Jahren nicht mehr aktiv dabei bin, bin ich noch einbezogen und habe einen guten Kontakt zu den Musikern. Mich freut es besonders, dass auch das Schülerorchester regen Zulauf hat.“

Über Nachwuchssorgen muss sich der Verein tatsächlich nicht den Kopf zerbrechen, weiß Norbert Anton: „Wir haben uns breit aufgestellt, vor allem mit den Bereichen Naturschutz, den Tanzgruppen und dem Mandolinenorchester kommen wir bei Kindern und Jugendlichen gut an. Aber auch das Wandern machen wir den Jungen und Mädchen schmackhaft, so veranstalten wir Freizeiten und sind auch mit dem GPS-Gerät unterwegs.“ Dass die Kinder begeistert bei der Sache sind, sieht man auch am Odenwälder Abend, den die jungen Leute mit ihren zahlreichen Darbietungen bereichern: Das Schülerorchester zeigt das Stück „Stahlwerk“ mit einer gelungenen Vorführung, und die Kindertanzgruppen bezaubern das Publikum. Natürlich kommen auch die Programmpunkte der Großen gut an, Orchester und Tanzgruppen erhalten viel Applaus.

Quelle: op-online.de

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