Provisorische Lösung abgelehnt

Den Ortseingang neu gestalten

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Am nördlichen Ortsende von Eppertshausen teilt sich die Hauptstraße in Urberacher- und Ober-Röder-Straße. Beide sollen umgestaltet werden.

Eppertshausen - Leitbaken oder doch eine breitere Mittelinsel für die Ortseinfahrten? Darüber haben die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung diskutiert.

Die südliche Ortseinfahrt von Eppertshausen, aus Richtung Münster kommend, sowie die östliche aus Richtung Hergershausen, wurden bereits von einigen Jahren neu gestaltet. In beiden Fällen lenken Kreisel den Verkehr und sorgen dafür, dass Autos nicht zu schnell in den Ort einfahren.
Zudem sind die Kreisel mit dem Wappentier der Gemeinde – ein Weißstorch – und überdimensionalen Töpferwaren als Hinweis auf die Tradition des Tonabbaus verziert. Analog zu diesen sollen die beiden Einfahrten im Norden umgestaltet werden. Die Urberacher und Ober-Röder-Straße sind viel befahren: 8000 bis 10.000 Autos sind auf beiden Straßen täglich unterwegs – einige von ihnen zu schnell. Deshalb beantragte die CDU-Fraktion schon 2013, dass Planentwürfe für die Neugestaltung erstellt werden sollen. Die Gemeindevertretung billigte den Antrag.

Inzwischen wurden die Entwürfe erstellt und mit Hessen Mobil, dem Polizeipräsidium Südhessen und der Unteren Verkehrsbehörde abgestimmt. Dabei stellte sich heraus, dass einige Pläne nicht umsetzbar sind. Die Ober-Röder-Straße ist beispielsweise nicht breit genug, um sie mit einer Mittelinsel auszubauen. Für dieses Vorhaben müsste die Gemeinde erst Gartenparzellen ankaufen, um die Straße zu verbreitern.

Nur eine Mittelinsel reduziere die Geschwindigkeit, sagte Bauausschussvorsitzender Dieter Lehnen in der Sitzung der Gemeindevertreter. Eine provisorische Lösung, den Verkehrt mittels Leitbaken zu regeln, lehnte der Ausschuss ab. Die Gemeindevertreter folgten der Empfehlung, denn das Provisorium verbessere das Ortsbild nicht. Die Vertreter bestehen auf einen fachgerechten Ausbau inklusive Mittelinsel. Bevor die Neugestaltung der Ortseinfahrt Ober-Röder-Straße weiter geplant wird, führt die Verwaltung Gespräche mit den Eigentümern der Gartenparzellen.

In der Urberacher Straße wird geplant, die Mittelinsel auf 4,50 Meter zu verbreitern. Die Schleppkurven für verschiedene Fahrzeuge wurden nach den Abstimmungen mit den Behörden in den Plänen angepasst und die Fahrbahnbreiten optimiert. Die angedachten Hochstammbäume werden nicht gepflanzt, da Hessen Mobil diese als ein zu großes Unfallrisiko einstufte.

Strahlende Besucher auf der Kerb in Eppertshausen: Bilder

Für jede Ortseinfahrt stehen im Eppertshäuser Haushalt 100.000 Euro bereit. Aktuell koste die Neugestaltung der Urberacher Straße 200.000 Euro. Der Umbau der Ober-Röder-Straße mit Leitbarken koste 70.000 Euro. Das Vorhaben wurde jedoch abgelehnt.

Sollten die Grundstückseigentümer dem Verkauf ihrer Gartenflächen zustimmen, sodass der Bau einer Mittelinsel in der Ober-Röder-Straße möglich wird, müsste dies erneut mit den Behörden abgestimmt werden, erläuterte Bürgermeister Carsten Helfmann. (zeta)

Quelle: op-online.de

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