DSL und Ortskern-Belebung

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Viele Themen kamen auf den Tisch der SPD-Zukunftswerkstatt in Eppertshausen.

Eppertshausen ‐ „Die Gemeinde von morgen heute gestalten“ lautete das Motto, zu dem der SPD-Ortsverein alle interessierten Bürger eingeladen hatte. Von Jasmin Frank

In einer gemütlichen Runde wurden zahlreiche Belange besprochen, die den Eppertshäusern am Herzen liegen. Die Eingaben sollen dann in die thematische Basis des Programms der Partei zur Kommunalwahl am 27. März einfließen.

Natürlich stand die viel diskutierte Belebung des Franz-Gruber-Platzes zur Debatte. Wie soll hier wieder eine höhere Frequentierung erreicht werden? Wird ein Lebensmittelmarkt, eventuell betrieben mit behinderten Menschen, wenn er angesiedelt werden sollte, auch von den Bürgern angenommen?

Aus Geschäftsräumen könnten Wohnungen entstehen

„Ob sich Geschäfte in direkter Ortslage halten können, liegt vor allem an uns Kunden. Wir entscheiden mit unserem Kaufverhalten, was wo geboten werden kann“, meinte ein Bürger. Einige Eppertshäuser hätten gar moniert, dass sie nicht mit dem Auto direkt vor die Ladentüre fahren könnten, sogar eine Durchfahrtsmöglichkeit über den beschaulichen Platz sei angeregt worden, was bei den meisten Anwesenden ein eher ungläubiges Schmunzeln auslöste.

Eine Anwohnerin des Platzes hatte da einen ganz anderen Vorschlag: „Warum machen wir aus den leer stehenden Geschäftsräumen nicht einfach Wohnungen für die Zielgruppe Senioren?“ „Weil dann noch mehr Beschwerden über den Lärm bei Festen, die auf dem Platz ausgerichtet werden, kommen“, meinte dazu ein anderer Werkstatt-Teilnehmer.

Menschen kommen nicht ins Internet

Herrschte bei diesem Thema eine rege Diskussion, waren sich bei einer anderen Sache alle einig: Ein DSL-Anschluss für alle Einwohner muss geschaffen werden, und zwar zügig. „Es kann doch nicht sein, dass noch immer ganze Straßenzüge und Wohngebiete im Tal der Ahnungslosen sind. Wir leben hier im Rhein-Main-Gebiet und die Menschen kommen nicht ins Internet. Das ist doch heute Teil der substantiellen Grundversorgung“, meinte ein betroffener Bürger, der vielen Einwohnern aus dem Herzen sprach. Da aber kein Versorger in Vorleistung treten will, müsste sich die Gemeinde an den Kosten beteiligen oder nach dem Konzept anderer Orte ihr Innovationspotential zeigen: Die Leitungen verlegen lassen und danach vermieten, damit die Kosten langfristig amortisiert werden können. Diese wichtige Maßnahme für die Zukunft des Ortes würde nicht nur Privatleuten entgegenkommen, sondern auch die Arbeit von Selbständigen deutlich unterstützen und sei deshalb sogar Chefsache im Landkreis.

„SPD nimmt diese Sache ernst“

Im Anschluss wurde ein ebenfalls schon länger in Eppertshausen diskutiertes Thema angesprochen: Der Kontrast zwischen den von der Gemeinde geförderten und schmuck aussehenden Neubaugebieten und dem wenig ansprechenden Gesamtbild rund um die Hauptstraße sei zu groß. „Hier sind ja ganze Straßenabschnitte total verfallen“, meinte ein Bürger, der dringenden Handlungsbedarf sieht, auch weil viele Häuser schlicht leer stünden.

„Die SPD nimmt diese Sache ernst und zieht auch schon eine Möglichkeit zur Abhilfe in Erwägung: Die Förderung für Familien, die den Kauf eines Grundstücks in Erwägung ziehen, auf vorhandene Gebäude im Ortskern auszuweiten nach dem Motto ‚Jung kauft alt’.“ Viele Bereiche des örtlichen Lebens wurden von den Sozialdemokraten an der Basis aufgenommen. Die Bürger brachten sich gern in die Zukunftsgestaltung Eppertshausens ein.

Quelle: op-online.de

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