Wider den Stress bei Lehrern

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Larissa-Ingeborg Oschmann (links) referierte in der Stephan-Gruber-Schule über die Lehrergesundheit.

Eppertshausen - Burnout steckt in vielen Köpfen – besonders gefährdet sind nachweislich Lehrerinnen und Lehrer. Das Gefühl des Ausbrennens, Erschöpfungszustände und das Kämpfen mit seelischen Schwierigkeiten kennen viele Pädagogen. Von Thomas Meier

Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Nicht zuletzt aus diesem Wissen heraus widmete das 14-köpfige Kollegium der Stephan-Gruber-Schule ihren jüngsten Pädagogischen Tag der Lehrergesundheit und der Prävention. Zudem besitzt die Grundschule bereits vier Teilzertifikate des Hessischen Kultusministeriums zum Thema „Gesunde Schule“. Ein fehlender Baustein ist das Zertifikat „Lehrergesundheit“, zu dem sich die Pädagogen der Gruber-Schule auf ihrem Pädagogischen Tag fortbilden wollten. Besonders froh war Schulleiterin Marion Lehr, mit Larissa-Ingeborg Oschmann als Leiterin des „Instituts für innovative Kommunikation“ eine Systemtherapeutin für den Lehrgang gewonnen zu haben, die als Supervisorin mit dem Deutschen Präventionspreis ausgezeichnet ist.

Mehr Ruhe und Gelassenheit in den Lehreralltag hinein zu bringen war beherrschendes Thema des Tagesseminars, für dessen Realisierung die Schüler einen Tag zuhause bleiben durften. Oschmann vermittelte als professionelle Entspannungs- und Kommunikationstrainerin einige sehr wirkungsvolle Techniken.

Stressfaktoren des Berufs

Viele Lehrer klagten in der heutigen schnelllebigen Zeit über Stressfaktoren ihres Berufs. Besonders auf der Beziehungsebene, erklärte die Seminarleiterin, seien sie stark ge- und manchmal auch überfordert. Dieses Manko trage entscheidend zur Entstehung des Burnout-Syndroms bei.

Die Teilnehmer befassten sich mit der Klärung der Frage, wie man in einem Beruf, der vielfältige seelische Herausforderungen und Problemstellungen mit sich bringt, auf seine individuelle Art und Weise gesund bleiben kann. Nachdem einige Lehrer erklärt hatten, wo sie „der Schuh drückt“, ging es auch schon mit der Vermittlung von Entspannungstechniken los. Oschmann, die auch schon mit Pater Anselm Grün zum Thema „Finde deine Lebensspur – wie dein Leben gelingt“ öffentliche Seminare veranstaltete, gab in Eppertshausen unter anderem Tipps, wie stresserzeugende Denkmuster verändert werden können. Sie nahm die Pädagogen mit auf eine Phantasiereise, zeigte bei Kerzenlicht Massagetechniken und verriet, wie man im hektischen Schulalltag Zeit gewinnen kann.

Quelle: op-online.de

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