Parkplätze ersetzen Kriegerdenkmal

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Das Denkmal aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.

Eppertshausen ‐ Wer dieser Tage über die Dieburger Straße spaziert, wird sich verwundert die Augen reiben. Dort, wo über viele Jahre das Kriegerdenkmal stand, das an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg erinnert, klafft jetzt eine große Lücke. Von Jörn Polzin

Das Denkmal wurde abgebaut und soll saniert werden“, klärt Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann auf. Die exponierte Fläche in der Nähe der katholischen Kirche wird aber nicht verwaist bleiben. „Hier werden demnächst Parkplätze entstehen“, so Helfmann.

Hintergrund ist ein Grundstückstausch mit einem Anlieger („Krone“) im Zuge des geplanten Verkehrskreisels in der Ortsdurchfahrt (Landesstraße 3095). Die Vereinbarung: Die Gemeinde erhält ein Gelände, das bisher als Parkplatz genutzt wurde, stellt im Gegenzug die Fläche, auf dem das Kriegerdenkmal steht, zur Verfügung.

In den vergangenen Tagen waren Mitarbeiter eines Sandsteinfachbetriebs an Ort und Stelle, um die historische Statue aus ihrer Verankerung zu lösen. 3500 Euro lässt sich die Gemeinde den Abbau kosten. „Das Denkmal ist in die Jahre gekommen, da muss einiges umgestaltet werden“, erklärt Helfmann.

Waschbetonplatten werden herausgenommen

Von ihrem „Stammplatz“ in der Dieburger Straße transportierte das Unternehmen die Skulptur in ihren Einzelteilen zum Alten Friedhof. Dort wird sie zwischengelagert, ehe mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen wird. Wie genau die „Verschönerungen“ aussehen werden, ist noch unklar. Fest steht schon jetzt, dass die Waschbetonplatten herausgenommen werden und eine farbliche Aufwertung erhalten.

„Wir wollen zunächst einmal Angebote einholen und überprüfen, welche Schritte erforderlich sind“, so Helfmann, der sich nicht unter Zeitdruck sieht. Spätestens aber bis zum Volkstrauertag im November nächsten Jahres sollen die Arbeiten beendet und das Denkmal an seinem neuen Standort platziert sein.

Eine neue Heimat für die Statue ist bereits gefunden: der Friedhof in der Friedhofstraße. Dort steht bereits die Gefallenen-Skulptur aus dem Zweiten Weltkrieg. „So haben wir die Möglichkeit, beide Denkmäler zusammenzulegen“, zeigt sich der Verwaltungschef zufrieden.

Quelle: op-online.de

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