„Personen statt platter Formeln“

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Charles Ross führt die Eppertshäuser CDU seit zwölf Jahren.

Münster/Eppertshausen - Die Bundestagswahl naht – viele Bürger stellen sich die Frage, was die „Große Politik“ mit ihren persönlichen Anliegen zu tun hat. Von Jasmin Frank

Über dieses Thema hat sich unsere Mitarbeitern Jasmin Frank mit den Vorsitzenden der in den Münsterer und Eppertshäuser Parlamenten vertretenen Parteien unterhalten, die OFFENBACH-POST (op-online) veröffentlicht diese Gespräche in loser Folge. Sie sind gegliedert in eine kurze Vorstellung von Vorsitzendem und Partei, deren Ziele in ihrer Heimatgemeinde, die Aufgaben der Mitglieder vor Ort vor der Wahl, eine Einschätzung der Auswirkungen des Ergebnisses und eine Begründung, warum die Bürger wählen gehen sollten. Erster Teil: Eppertshausens CDU-Chef Charles Ross.

Zur Partei:

„Die Eppertshäuser CDU wurde schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Sie ist momentan etwa 90 Mitglieder stark und hat nach langer Zeit als Opposition nun schon in der zweiten Legislaturperiode die Mehrheit in der Gemeindevertretung, die sie nach der Koalition mit der FDP seit den letzten Wahlen alleine behaupten kann. Ich selbst bin als Vorsitzender seit 1997 im Amt. Ich bin gebürtiger Schotte, lebe aber schon seit 25 Jahren in Eppertshausen. Ich bin dann mal von Freunden im Ort angesprochen worden, ob ich mich nicht politisch engagieren will. Nachdem ich alle Parteien unter die Lupe genommen habe, bin ich der CDU beigetreten und nach nicht einmal einem Jahr war ich schon Vorsitzender. Wir haben im Ort auch noch die Jungen Union und die Frauen Union.“

Welche Ziele und Projekte verfolgt die Partei derzeit?

„Bei uns stehen im Moment vor allem Baumaßnahmen auf dem Programm. Die neuen Bau- und Gewerbegebiete werden abgewickelt und der Neubau der Mehrzweckhalle muss geplant werden. Wir interessieren uns aber auch sehr für Familienpolitik. Dabei geht es uns um die Kindergärten, die wir nicht nur ausbauen wollen, sondern deren Konzepte wir auch beobachten und über eine Kindergartenkommission aktiv mitgestalten.“

Welche Aufgaben haben die Mitglieder vor Ort im Vorfeld der Bundestagswahl?

„Der Wahlkampf bezieht sich für uns ganz auf unseren Wahlkreisabgeordneten Andreas Storm, den wir zu vielen Veranstaltungen eingeladen haben und für den die Mitglieder das Plakatieren übernehmen. Wir haben uns für den Personenwahlkampf entschieden, weil Themen auf Plakaten ohnehin nicht ausführlich abgearbeitet werden können. Und platte Formeln wollen wir auch nicht bringen. Über die konkreten Inhalte können sich Interessierte gerne an unseren Ständen informieren, die wir an der Apotheke und am Penny-Markt am Wochenende vor der Wahl und am Wahltag selbst in Eppertshausen einrichten.“

Hat das Wahlergebnis Auswirkungen auf Eppertshausen?

„Ich sehe viele Verbindungen zwischen den bundespolitischen Plänen der CDU und dem Leben der Bürger in Eppertshausen. Ein Ziel ist zum Beispiel die Befreiung von den Kindergartengebühren. Wenn das gemacht wird, spüren das die Eltern sofort im Portemonnaie. Auch Themen wie ein Familiensplitting an Stelle des Ehegattensplittings und der neue Trend der Partei zu mehr Bürgerentscheiden würden bei einer Umsetzung für jedermann spürbar.“

Warum sollten Bürger überhaupt wählen gehen?

„Als bedeutenden Teil einer Demokratie sollte man seine Pflicht, Einfluss zu nehmen, unbedingt wahrnehmen. Außerdem sollten auch viel mehr Eppertshäuser zu unseren öffentlichen Sitzungen kommen und sich dort einen eigenen Überblick verschaffen. Nur, wer informiert ist, kann gut und richtig entscheiden.“

Quelle: op-online.de

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