Pfarrreferent im Zeichen von Storch und Schwan

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Eine Krawatte mit Eppertshäuser Wappen überreichten Pfarrer Bernhard Schüpke, Pfarrer Harald Christian Röper und Gisela Belzer vom Pfarrgemeinderat.

Eppertshausen - „Lieber Hermann, bald wirst du Deutschland nun verlassen, mit uns trauern ganze Menschenmassen“, heißt es in dem heiteren Abschiedsgedicht des Kindergottesdienstteams, das von Annette Brockmann vorgetragen wurde. Von Jasmin Frank

Im Bistro des Hauses Sebastian waren am Pfingstmontag nach dem Gottesdienst zahlreiche Gemeindemitglieder zusammengekommen, um sich von ihrem Gemeindereferenten Hermann Danz zu verabschieden. Schon in der Kirche waren verschiedene Reden gehalten worden, so hatte Margarethe Elster, Vorsitzende des Münsterer Pfarrgemeinderates, darauf hingewiesen, dass auch ihre Gemeinde nur schweren Herzens von Danz Abschied nehme, denn schließlich habe der Globetrotter ja in Münster gewohnt.

Darauf konterte Pfarrer Harald Christian Röper mit einem Blick auf die vier Kinder des Gemeindereferenten: „Bei unserem Hermann scheint aber der Eppertshäuser Storch mehr Auswirkungen gehabt zu haben als der Münsterer Schwan.“ Im Anschluss überreichte er Danz noch eine Krawatte mit dem örtlichen Wappen, auf dem der langbeinige Vogel abgebildet ist.

Auch Gisela Belzer, Vertreterin des Pfarrgemeinderats Eppertshausen, konnte dem Anlass eine heitere Note abgewinnen und scherzte, dass sein Wunsch nach Florida zu gehen zwar akzeptiert würde, aber dass ein kleiner egoistischer Gedanke bliebe: Dass es in Eppertshausen doch schöner sei und er spätestens nach einem Jahr wieder zurückkehren solle.

Doch nicht nur die direkt in die Kirchengemeinde eingebundenen Gremien nahmen Abschied, auch Gerlinde Ries-Schemainda, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte Sankt Sebastian, war gekommen. Sie wusste genau, wie viele Aufgaben Hermann Danz auch in ihrer Einrichtung übernommen hatte. „Er hat so vieles gemacht, dass es schwer fällt, alles aufzuzählen. An Aschermittwoch und zu Kirchenfesten kam er immer mit der Gitarre zu uns, sang mit den Kindern Lieder und beantwortete ihre Fragen. Überhaupt war er in religionspädagogischen Dingen immer mit dabei und hat sich aktiv eingebracht“, erinnert sie sich. Somit reißt der Weggang von Hermann Danz eine große Lücke in das Eppertshäuser Gemeindeleben und da seine Stelle noch nicht neu besetzt werden konnte, wird dies wohl noch eine ganze Weile zu spüren sein.

Quelle: op-online.de

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