Es werde Licht auch für die Ansager

+
Die Beleuchtung auf der Traverse hinterm Bühnenvorhang erreicht nicht diejenigen, die vorn an der Bühne stehen. Deshalb soll eine zweite Traverse mit zehn Lampen in der Hallendecke angebracht werden. Die Politiker geben dafür grünes Licht.

Eppertshausen - Die Bürgerhalle ist nun seit einiger Zeit in Betrieb. Nach fulminanten Einweihungsfeiern durch die politischen Gremien und Vereine ist festzustellen, dass sie von den Bürgern sehr gut angenommen wird. Von Thomas Meier

Aber es treten auch die ersten kleinen Mängel auf, die behoben werden wollen. So beschäftigte sich jetzt der Haupt- und Finanzausschuss mit einer Verbesserung der Lichttechnik im Bühnenbereich.

Stell Dir vor, Du gehst auf die Bühne und stehst nicht im Rampenlicht. So geht es denjenigen Akteuren in Eppertshausens neuer Halle, die beispielsweise den hinter sich stehenden und bestausgeleuchteten Chor ankündigen wollen, doch dies aus dem Schatten heraus bewerkstelligen müssen. Weil die Lichttechnik nicht für den vorderen Bühnenbereich ausgerichtet ist.

Man habe wohl am falschen Ende gespart, waren sich die Vertreter von CDU und SPD mit dem FDP-Beobachter auf der Sitzung einig, überplanmäßig rund 20 000 Euro für Nachbesserungen zu bewilligen. Zuvor erläuterte Alexander Rau von der Firma Eventtechnik, was für eine Verbesserung getan werden könnte und müsste.

Gegenüber den Beteuerungen der Planer und Unternehmer kann auf eine Vorbühnenbeleuchtung doch nicht verzichtet werden. Schon vor Realisierung wurden erste Stimmen laut, die vor einer insgesamt mangelnden Ausleuchtung der Bühne warnten. Sie sollten Recht behalten: Wenn einzig mit den vorhandenen Beleuchtungsmitteln über der Bühne gearbeitet wird, stehen Redner auf den ersten beiden Bühnenmetern vom Saal aus gesehen im Dunkeln. Die moderne Lichttechnik, die an einer Traverse direkt über der vom Zuschauerraum nicht einsehbaren Bühnenkante hängt, schafft diesen Spagat nicht.

Sicherheitsbedenken ausgeräumt

Mit mehreren Firmen wurde das Problem im Vorfeld der Sitzung bereits erörtert. Als wirtschaftlichste Möglichkeit zur optimalen Bühnenausleuchtung wurde von Eventtechnik die Montage einer weiteren Traverse mit nochmals zehn Bühnenstrahlern vorgeschlagen. Sie soll mit einer Stahlkonstruktion am ersten Leimbinderbalken vor der Bühne befestigt werden.

Die Ursprungsplanung lehnte eine solche Lösung aus ästhetischen Gründen ab, erst in zweiter Linie wurden die Kosten benannt. Die vorhandene alleinige Lichtanlage kostete 15.000 Euro, plus nochmals 15.000 Euro für die Multivisionstechnik. Doch hatte Alexander Rau von Eventtechnik gute Argumente, die für die zusätzliche Traversenlösung sprachen.

Zehn Meter breit soll die Stahlkonstruktion unter der Hallendecke etwa sechs Meter vor dem Bühnenvorhang sein. An ihr befestigt werden zehn Lampen, vier für die flächenmäßige Ausleuchtung, sechs als sogenannte Profiler. Sie sollen, zu Zweierpaaren gebündelt, für drei feste Bereiche als Frontbühnenausleuchtung dienen.

Nur drei Kabel müssten für diese Technikerweiterung verlegt werden, ein Dimmer-Rack käme zum bestehenden hinzu. Weiterer Vorteil der Neuerung: Das System wäre bei Bedarf erweiterbar.

Fragen nach der Sicherheit kamen auf. Was, wenn in der Mehrzweckhalle beim Sportunterricht ein Ball auf die Traverse knallt? Könnten dann nicht Lampen oder Teile auf die Schulsportkinder herabstürzen? Rau entkräftete die Bedenken mit den TÜV-Sicherheitszertifikaten der ausgesuchten Materialien. Und Bürgermeister Carsten Helfmann erinnerte, dass in der Bürgerhalle beim Sport nur Softbälle zum Einsatz kämen und Fuß- und Handball verboten seien. Das vorgestellte Projekt kostet mit Lieferung und Montage laut Rau knapp 19.000 Euro. Zu Verbesserung der Lichttechnik mögen die Gemeindevertreter deshalb am Mittwochabend 20.000 Euro überplanmäßig etatisieren, empfehlen die Ausschussmitglieder einmütig.

Quelle: op-online.de

Kommentare