Politische Ambitionen in der Nachbarschaft

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Christa und Andreas Larem informieren sich über die Nachbargemeinde Messel.

Eppertshausen ‐ Wer sich in Eppertshausen mit Kommunalpolitik befasst, kommt um den Namen Larem nicht herum. Von Jasmin Frank

„Mein Großvater war schon politisch aktiv, mein Vater war erster Beigeordneter, mein Bruder Hans-Joachim ist Fraktionsvorsitzender und meine Nichte Jennifer sitzt im Gemeindeparlament. Und ich selbst bin ja auch schon seit Jahrzehnten in der SPD engagiert“, lächelt Andreas Larem. Doch der möchte jetzt seiner Heimat den Rücken kehren – aus politischen Gründen.

Leben ohne Politik nicht denkbar

Larem wohnt von Kindesbeinen an in dem kleinen Ort und für ihn ist ein Leben ohne Politik nicht denkbar. „Gerade lokal kann man viel bewegen und sich sinnvoll einbringen“, meint er. Deshalb blickt er auch gerne einmal über die Ortsgrenzen hinweg und kandidiert nun in der Nachbargemeinde Messel als Bürgermeister.

„In der dortigen SPD war niemand zu finden, der den Posten übernehmen wollte. Schließlich muss man ja mindestens sechs Jahre aus seinem Beruf aussteigen, das ist natürlich nicht jedem möglich“, so Larem. Schnell kamen die Parteifreunde auf ihn und fragten spontan bei ihm an. „Ich habe erst einmal darüber nachgedacht, ist doch die Situation im Gemeindeparlament in Messel so ähnlich wie in Eppertshausen, das heißt, die CDU dominiert. Da ist es als Sozialdemokrat natürlich nicht einfach, zu punkten“, meint er.

„Eppertshausen ist nicht der Nabel der Welt“

Sollte er die Wahl gewinnen, wird er seinen Wohnsitz dauerhaft nach Messel verlegen, denn er plant nicht in einer, sondern in mehreren Legislaturperioden. Seiner Frau Christa würde es nichts ausmachen, in naher Zukunft umzuziehen: „Eppertshausen ist schließlich nicht der Nabel der Welt. Unsere beiden Kinder gehen ja nach Dieburg zur Schule und haben ohnehin dort ihre Freunde. So viel verändert sich für uns dadurch nicht“, meint die Bankkauffrau.

Quelle: op-online.de

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