Polstergarnituren von Müller und Söhne

Edel-Aufmöbler feiern 80-Jähriges

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Martina Seib und Bruder Frank Müller freuen sich im 300 Quadratmeter großen Ausstellungsraum in Eppertshausens Schulstraße über den runden Geburtstag der Firma Müller und Söhne .

Eppertshausen - Ihr jüngstes Meisterwerk lieferte die Polsterei Müller und Söhne pünktlich zu ihrem 80. Geburtstag an eine ganz edle und vor allem publikumsträchtige Adresse. Von Thomas Meier 

Aus Eppertshausen stammt ein Großteil der Inneneinrichtung der erst kürzlich neueröffneten VIP-Lounge von Fraport am Frankfurter Flughafen. Regierungsmitgliedern, Diplomaten und Wirtschaftsführern, aber auch Privatpersonen, die ihre Reise entspannt beginnen oder beenden möchten, steht deren exklusiver Fluggast-Service zur Verfügung.

Der Produktion hochwertiger Matratzen und Polstermöbel verschrieben sich bereits 1934 die Eppertshäuser Brüder Jacob und Josef Müller, als sie in der Schulstraße 27 ihre Polsterei eröffneten. Heute, 80 Jahre später, erfreut sich die Firma Müller und Söhne noch immer eines großen Kundenstammes, der weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus reicht und den eines stets verbindet: Die Liebe zum Detail, zur Individualität, zur höchsten Qualität. Der Raumausstatterbetrieb in dritter Generation ist berechtigt stolz auf seine Tradition.

Jacob und Josef Müller legten den Grundstein für den weithin bekannten Raumausstatterbetrieb, der Mitte der 50er Jahre an Josefs Söhne Artur und Josef Müller überging. Jacob Müller hatte sich zuvor in Münster selbstständig gemacht.

Hauptsächlich anspruchsvolle Privatkunden

Und die neuen Betreiber teilten sich den Betrieb auf: Artur lernte Polsterer und Dekorateur, worin er 1958 seinen Meisterbrief ablegte, Bruder Josef wurde Bürokaufmann. Die beiden spezialisierten ihr Unternehmen, fertigten individuelle Polstermöbel für zahlreiche Einrichtungshäuser in Frankfurt, Hamburg, Köln oder Düsseldorf, dies auf höchstem Qualitätsniveau. Aufträge gelangten gar von der Deutschen Botschaft in Moskau nach Eppertshausen.

Anfang der 90er Jahre stieg Frank Müller, Sohn von Artur, in den Betrieb ein. Der gelernte Raumausstatter legte 1990 in Frankfurt seine Meisterprüfung ab und hielt fortan die Firmenphilosophie hoch: Kundenspezifische Lösungen zu finden und sie mit einem Höchstmaß an Qualität umzusetzen ist bis heute die Devise des Fünfzigjährigen.

Hier werden betagte Polstersessel wieder wie neu: die Werkstatt des Traditionsbetriebes.

Zwar arbeiten die neun Angestellten bei Müller und Söhne heute noch ab und zu für exklusive Möbelhäuser, doch werden hauptsächlich anspruchsvolle Privatkunden erreicht. Das Produktportfolio erstreckt sich von der fachgerechten Aufarbeitung antiquarischer Polstermöbel über individuelle Neuanfertigung von Sitzmöbeln und Betten bis hin zur Aufpolsterung oder dem Neubezug bestehender Garnituren. Und dabei hat die Firma immer noch ein sehr weit gestecktes Einzugsgebiet, das über das Rhein-Main-Gebiet hinausreicht. Eine Villa in Bad Homburg oder auch schon mal eine stolze Yacht wurden aufgemöbelt, im VW-Werk in Wolfsburg oder im Parkhotel Baden-Baden glänzen Neuanfertigungen „made in Eppertshausen“. Und nun sitzen eben auch die besonders wichtigen Leute bei Fraport auf Möbeln made in Eppertshausen. Etwa einem rosafarbenen Rundsofa, das nicht nur farblich ein Blickfang in der Lounge ist.

Sieben Handwerker – drei Näherinnen und vier Polsterer – sind in der Manufaktur beschäftigt. Sie verarbeiten edles Tuch und hochwertiges Material. Dank ihrer Erfahrung sind den Wünschen der Kunden (fast) keine Grenzen gesetzt. Auch individuelle Eigenschaften eines Möbelstücks, wie beispielsweise Sitzhöhe, Polsterung oder Verzierungen, werden berücksichtigt.

In einer exklusiven Möbelausstellung in der Schulstraße 25 können sich die Kunden von der Arbeit überzeugen. Auf 300 Quadratmetern wird ein repräsentativer Querschnitt der eigens gefertigten Polstermöbel präsentiert, kompetente Beratung gewährleisten Geschäftsführer Frank Müller sowie weitere Einrichtungsberater.

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Quelle: op-online.de

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