Powerfrau auf Solo-Pfaden

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Als Sängerin der Rodgau Monotones hat sich Kerstin Pfau einen Namen gemacht. Jetzt tourt sie mit ihrem Soloprogramm „Ein Pfau wird persönlich“ durch die Region.

Eppertshausen ‐  Am Fenster eines kleinen, windschiefen Häuschens im alten Eppertshäuser Ortskern hängt das Plakat einer viel beachteten Sängerin, die manch einer zunächst nur in Verbindung mit der Kultband Rodgau Monotones kennt - hier wohnt Kerstin Pfau. Von Jasmin Frank

Die seit 2003 in der kleinen Gemeinde lebende Vokalistin hat schon mit vielen Künstlern von Rang und Namen gesungen, etwa mit Xavier Naidoo und Sabrina Setlur. „Viele kennen meine Stimme aber auch aus einem anderen Bereich, denn ich habe jahrelang die Werbespots von Matell für Barbie und Polly Pocket gesungen“, erzählt die Mutter einer Tochter.

Ihre siebenjährige Cara will sie aber trotz der eigenen Begeisterung für das Singen nicht zur Sangeskunst zwingen. „Sie kann sich frei entscheiden, was sie machen will. Sie singt zwar gerne vor sich hin, aber mehr Ambitionen hat sie zurzeit noch nicht. Am besten lässt man die Stimmen von Kindern sich ganz natürlich entwickeln, dann finden sie ihre eigene Art zu singen“, meint Pfau, die mehrere Semester Sozialpädagogik studiert hat und sich derzeit im Bereich angewandte Stimmphysiologie weiterbildet.

In der Grundschule wollte sie Opernsängerin werden

Ihr Ziel ist es, neben ihren Auftritten auch Gesangsunterricht zu geben. Sie selbst war schon von klein auf mit Musik in Kontakt und wollte in der Grundschule sogar mal Opernsängerin werden. „Ich hätte aber nie gedacht, dass mein Traum, das Singen zum Beruf zu machen, real werden könnte. Deshalb habe ich zwar schon früh in Bands gesungen, aber immer nur nebenher.

Will nun auch alleine die Bühne rocken: Kerstin Pfau.

So hat sie gemeinsam mit ihrem Bruder, Dirk Pfau, der Schlagzeuger und Gitarre spielt, in der Band Hazel and the Nutz gesungen, unter anderem auch an Silvester 1990. „Und dann ging plötzlich alles ganz schnell: Die Rodgau Monotones hatten meinen Auftritt gesehen und da sie eine Sängerin suchten, riefen sie bei mir zu Hause an. Ich war völlig perplex, und schon im gleichen Jahr hatte ich meinen ersten Auftritt vor über 5000 Leuten“, erzählt die quirlige Frau.

Wichtig war für sie, dass sie sich damals erst einmal entwickeln durfte und nicht gleich zu hohe Erwartungen in eine perfekte Darbietung gelegt wurden. „Diese Zeit, die mir gegeben wurde, hat mir gut getan und ich bin dafür sehr dankbar. Ich finde es wichtig, Menschen die Chance zu geben, auch mal Fehler zu machen und trotzdem weitermachen zu können“, so Pfau.

Neben ihrer Arbeit bei der hessischen Kultband engagiert sich die 39-Jährige als Elternbeirätin in der hiesigen Grundschule und tritt bisweilen auf privaten Feiern oder als Duo mit dem mehrfach ausgezeichneten Jazzgitarristen Thomas Langer auf.

„Interpretiere gerne Stücke, die mich bewegen.“

Seit kurzem geht sie musikalisch auch eigene Wege und hat ihr erstes Soloprogramm entwickelt. Dabei gibt sie ein eigenes Lied, zwei Titel der Monotones, bekannte Stücke von Bruce Springsteen, vor allem aber eher unbekannte Songs zum Besten: „Ich schreibe eigentlich wenig selbst, sondern interpretiere gerne Stücke, die mich bewegen. Deshalb ist das Repertoire auch ein Teil von mir und meinem Leben in den letzten 15 Jahren.

Dieses Leben teilt sie schon lange mit ihrem Mann, Carsten Liebschner, der sie in vielfacher Hinsicht unterstützt. So entwirft der freiberufliche Fotograf und Webdesigner ihre Homepage, auf der sich interessierte Musikliebhaber über die aktuellen Termine der Künstlerin informieren können. Das nächste Mal ist die Eppertshäuserin am 12. Dezember im Treffpunkt in Neu-Isenburg ab 20 Uhr zu sehen und vor allen Dingen auch zu hören.

Quelle: op-online.de

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