Produzenten fairer Waren im Weltladen

+
Einen seltenen Produzentenbesuch erhielt jetzt der Eppertshäuser Weltladen: Chuthima Moungmun und Boonjira Tanruang (im Bild mit Klemens Euler) gehören zu einer thailändischen Kooperative, deren Reis in Eppertshausen verkauft wird.

Eppertshausen (mj) - Mit den fair gehandelten Produkten im Weltladen haben die Mitarbeiter tagtäglich zu tun. „Die Gelegenheit, jene Menschen zu treffen, die diese produzieren, bietet sich nur alle paar Jahre mal“, weiß Klemens Euler vom Eppertshäuser Trägerverein.

Nun war es wieder soweit: Boonjira Tanruang (46) und Chuthima Moungmun (38) aus Yasothorn beziehungsweise Bangkok statteten dem Weltladen einen Besuch ab.

Eingeladen hatte die beiden Thailänderinnen der Weltladendachverband anlässlich der fairen Woche, die Ende letzten Monats zu Ende ging. Mit ihrer Übersetzerin schauten die Asiatinnen während ihres zweieinhalbwöchigen Aufenthalts gleich bei mehreren Weltläden aber auch Schulen und Universitäten vorbei. Mit Vorträgen und Bildern wurde aufgezeigt, wie ihre Kooperative „GreenNet“ arbeitet.

In Eppertshausen stellten die Gäste einen neuen Reis sowie ein kosmetisches Aloe-Vera-Produkt vor. Die Kisten von GreenNet hatte Euler noch am Morgen extra vom Bahnhof in Ober-Roden abgeholt. GreenNet ist ein Verband, dem 1 000 Reisfarmer im Isan, einer trockenen und wenig fruchtbaren Region im Nordosten Thailands, angehören. Er verlangt von seinen Mitglieder die Bereitschaft, sich langfristig komplett auf ökologischen und damit organischen Anbau umzustellen. Der Reis wird auch direkt in Thailand verpackt. „Die Arbeit soll komplett im Land bleiben“, erklärt Euler.

Zum Besuch im Eppertshäuser Weltladen gehörte auch ein halbstündiger Vortrag zum Erfolgsmodell GreenNet, das Bio-Produkte produziert und dafür faire Preise aus Deutschland bekommt. „Als die Anfrage kam, ob die Produzentinnen kommen können, haben wir sofort ja gesagt“, sagt Euler. Den Weltladen in Eppertshausen gibt es seit rund 20 Jahren.

Neben dem jüngsten Besuch aus Thailand gab es bisher nur dreimal die Gelegenheit, Produzenten zu begrüßen: Die kamen aus Chile, Ecuador sowie den Philippinen und stellten Wein, Bananen und Mangos vor.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare