Hessischer Verdienstorden

Einer unter ganz wenigen

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Regierungspräsident Johannes Baron heftet Rainer Eder die Auszeichnung ans Revers.

Eppertshausen - Ob der ehemalige hessische Ministerpräsident Holger Börner, der einstige Präsident der Deutschen Bundesbank Helmut Schlesinger oder Showmaster Heinz Schenk – sie alle haben schon den hessischen Verdienstorden am Bande erhalten.

Auf diese Ebene ist nun auch Rainer Eder gerückt: Im Regierungspräsidium Darmstadt erhielt der Eppertshäuser aus den Händen von Regierungspräsident Johannes Baron jene hohe Auszeichnung, die im Jahr nur höchstens 35 vergeben wird.

Zur kleinen Feierstunde kam der 69-Jährige mit seiner Frau Lioba und Sohn Stefan. An seiner Seite stand zudem Bürgermeister Carsten Helfmann, der die Ehrung fast genau vor einem Jahr beim hessischen Ministerpräsidenten einreichte und dessen Kanzlei in Wiesbaden nach genauer Prüfung dem Antrag zustimmte. Auch Landtagsabgeordneter Manfred Pentz gratulierte, dazu zahlreiche Freunde und Mitglieder der CDU Eppertshausen. Pfarrer Harald Christian Röper wohnte ebenfalls der Verleihung in Darmstadt bei.

Jahrzehntelanges Engagement

Eder erhielt den Orden vor allem aufgrund seines jahrzehntelangen Engagements auf kommunaler Ebene. „Sein unermüdliches und beispielgebendes Wirken hat Vorbildcharakter und soll durch die Auszeichnung in angemessener Weise gewürdigt werden“, sagte Baron, der eingestand, dass einige Zeitspannen im Lebenslauf des Eppertshäusers derart ungewöhnlich seien, dass er zweimal hinschauen musste. Das ist zum Beispiel die 50-jährige Vorstandstätigkeit im CDU-Gemeindeverband, aber auch die 41 Jahre Zugehörigkeit zur Gemeindevertretung. 22 Jahre lang hatte Eder das Amt des Fraktionsvorsitzenden inne, genauso lange war er Mitglied im CDU-Kreisverband. Seit zehn Jahren ist mit ihm der Vorsitz in der Gemeindevertretung und der Verbandsversammlung des Gruppenwasserwerks Dieburg verbunden. Fast 20 Jahre lang brachte er sich im Pfarrgemeinde von St. Sebastian ein, seit 1995 ist er zudem beim Odenwaldklub aktiv. 2005 erhielt Eder bereits den Ehrenbrief des Landes Hessen, nun folgte als weitere Würdigung eines ungewöhnlichen Einsatzes für seine Heimatkommune noch der hessische Verdienstorden am Bande. Bürgermeister Carsten Helfmann erinnert daran, dass zwischen Landesehrenbrief und Verdienstorden ein großer Unterschied liegt: „Den Landesehrenbrief bekamst du 2005 mit 1 500 weiteren Personen. Den hessischen Verdienstorden erhalten aber seit 1989 nur höchstens 35 Personen im Jahr. Dazu ist die Zahl der Träger auf 2 000 lebende Würdenträger begrenzt.“ Helfmann bezeichnete Eder als Vorbild in den Bereichen Pünktlichkeit, Durchsetzungsvermögen und Zuverlässigkeit. Er sei stets nah am Bürger und damit das ideale Bindeglied zwischen Einwohner, Verwaltung und Kommunalpolitik. Helfmann dankte auch Eders Ehefrau Lioba, die als Sekretärin ihres Mannes diesen immer weitreichend unterstützte.

„Als mich das Regierungspräsidium über die Ehrung informierte, war ich ziemlich von den Socken und hatte erstmal keine Worte mehr“, sagte der 69-Jährige in seiner Dankesrede.

In der ging er auch auf sein Leben ein und schilderte, dass er zwar in Rödermark geboren wurde, aber schon bald nach Eppertshausen kam und dort sein ganzes Leben verbrachte. Seitdem fühle und denke er als Eppertshäuser. Wie Eder heraushob, habe man die Gemeinde in den letzten Jahren deutlich nach vorne gebracht. Mit Blick auf die Ordensverleihung schränkte er ein, dass sein Name dafür keinesfalls alleine stehe: „Die Erfolge lassen sich auf viele Schultern verteilen“, so Eder.

mj

Quelle: op-online.de

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