„Jetzt kann der Deckel drauf...“

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Rund 17 000 Quadratmeter groß ist die neue Goodman-Halle im Park 45, in der das Tupperware-Logistikzentrum auf etwa 9500 Quadratmetern bereits im Mai einziehen wird. Zu den Baukosten äußerten sich die Bauherren auch auf Nachfrage nicht.

Eppertshausen - Wenn der Rohbau eines Gebäudes fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet ist, also das Dach erbaut werden kann, ist Richtfest. „Dann, wenn der Deckel drauf kann. Das ist immer auch eine gute Zeit für Tupperware“. Von Thomas Meier

So freute sich gestern bei der großen Firstfeier am neuen Logistikzentrum im Park 45 Udo Leicht, Nachschubchef des weltweit tätigen Unternehmens für Deutschland. Vertreter des Investoren Goodman, Tupperware, Bürgermeister Carsten Helfmann sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie der am Bau beteiligten Firmen fanden sich gestern Mittag zusammen, die rund 17 .000 Quadratmeter große Gewerbeimmobilie in der Tupperstraße 1 zu feiern.

Dem Logistikimmobilienexperten und Investor Goodman obliegt die Entwicklung und Verwaltung des in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossenen Objekts im Eppertshäuser Gewerbepark. Von der Gesamtfläche der Halle mit ihren Ausdehnungen von 85 mal 192 Meter mietet Tupperware 9 500 Quadratmeter als Lager an. „Den übrigen Teil entwickelten wir spekulativ. Goodman schafft somit einen attraktiven Standort mit Zukunftsperspektive“, freute sich so Andreas Fleischer, als Regional Director bei Goodman Germany verantwortlich für das Deutschlandgeschäft des global agierenden, börsennotierten Immobilienkonzerns.

Umzug nach Fertigstellung der Halle im Mai

Im Mai bereits soll die riesige Halle mit einer lichten Höhe von 12,20 Metern fertiggestellt sein. Dann zieht das seit 41 Jahren im benachbarten Messel beheimatete Tupperware-Logistikzentrum Deutschland nach Eppertshausen um. Und auf weiteren 7 500 Quadratmetern Lagerfläche und 500 Quadratmetern Büroraum sowie sieben Docks ist Platz für ein zweites Unternehmen aus dem Logistik- und Produktionsbereich, freute sich Fleischer.

Großes Lob zollte er Bürgermeister Helfmann. Seitens der Kommune habe Goodman alle Unterstützung erfahren, die nötig gewesen sei. Er versicherte, sein Unternehmen werde die Immobilie lange in ihrem Fonds behalten.

Neue Nachbarn in neuer Tupperstraße.

60 Prozent aller in Deutschland vertriebenen Tupperware-Produkte kommen bislang über Messel in den Handel, künftig via Eppertshausen. Wie Udo Leicht berichtete, habe sich Tupperware vor 41 Jahren in Messel wegen des beabsichtigten Baus der Autobahn 661 niedergelassen, der allerdings nie so vollendet worden sei, wie einmal geplant. „Wir blieben dennoch“, sagte Leicht, und auch bei den Expansionsbestrebungen sei immer darauf geachtet worden, im rund 11000 Quadratkilometer großen Rhein-Main-Gebiet zu bleiben. „Dass wir ins nahe Eppertshausen umziehen, ist vor allem dem Bürgermeister dieses Ortes zu verdanken“, betonte Leicht: „Wir wollen uns hier die nächsten 40 Jahre wohl fühlen.“

Nachhaltig dank „Legobauweise“

Mit Goodman habe man genau den richtigen Projektentwickler gefunden, sagte Leicht. Das in „Legobauweise“ entstandene Logistikzentrum biete die gleiche Nachhaltigkeit, wie die Produkte seiner Firma. Und mit einem „Topseller“ aus dem aktuellen Programm im modischen Tupperware-Apfelgrün dankte er einigen maßgeblichen Mitarbeitern. Bürgermeister Helfmann indes reichte das über zehn Euro wertvolle Geschenk gleich an den Personalrat der Gemeinde weiter, er wolle in keinen Verdacht geraten, erinnerte er an aktuelle Berliner Geschehnisse.

Die derzeit 35 Beschäftigten des Tupper-Logistikzentrums Messel werden Anfang Mai umziehen. Bis Juli, so Leicht auf Nachfrage, werde man parallel arbeiten, dann solle die Kommissionierung allein vom Park 45 aus laufen. Zunächst seien keine Neueinstellungen vorgesehen, doch habe man auch dafür reichlich Platz in petto.

Nach dem Richtspruch vom Polier gab es auf der Baustelle noch ein Präsent von Bürgermeister Helfmann an die neuen Mieter und Nutzer: Ein offizielles Schild für die erst vor kurzem im Gemeindeparlament neu benannte „Tupperstraße“.

Quelle: op-online.de

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