Rubinrote stille Örtchen

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Bunt geh´s an den Fenstern zur Waldstraße hin zu.

Eppertshausen - Gebaut wird in Eppertshausen nicht nur die neue Bürgerhalle, auch im Bereich der Schule tut sich etwas: Der Neubau der Sprachheilschule „Am Amorbach“ nimmt zusehends Gestalt an. Von Jasmin Frank

Von den Passanten gut zu erkennen ist jetzt schon: Der Bau wird fröhlich und bunt gestaltet.

Zum Schulhof hin präsentiert sich der Bau in hellgelb und dunkelgrün, dazu kommen noch WC-Türen in rubinrot.

„Wir legen großen Wert auf ein helles und freundliches Erscheinungsbild der Schulen, deshalb entwickeln die Architekten immer ein Farbkonzept, das dann mit den Schulleitungen und teilweise auch mit den Elternbeiräten abgestimmt wird“, erläutert Martina Löffler, Büroleiterin des zuständigen Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann. So wurde bei der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule eine Orientierung an den Schulfarben blau und gelb vorgenommen, die auch bei der Umgestaltung des Verwaltungstraktes, die in den Sommerferien ansteht, beibehalten werden soll. Beim Neubau entlang der Waldstraße gab es solche Grundmuster nicht, so blieb Architekt Jürgen Zimmer freie Hand bei der Farbkonzeption, die teilweise auch mit der Schulleitung der Schule am Amorbach abgestimmt wurde.

Heiteres Erscheinungsbild der Schule

„Bei der Auswahl der Farben für die Außengestaltung hatten wir leider keine Mitsprachemöglichkeit. Allerdings wurden wir bei der Gestaltung der Innenräume zu Rate gezogen und unsere Vorschläge wurden auch berücksichtigt“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin, Jutta Meier. So wird im Außenbereich ein Putz in hellgelb dominieren, der mit hell- und dunkelgrünen Farbflächen variiert wird, zu denen als Kontrastpunkte rubinrote Toilettentüren den Kindern vom Schulhof aus den Weg für dringliche Geschäfte weisen. Die Vorderansicht zur Straße hin besticht durch viele Fenster, die mit Elementen in verschiedenen Farben durchsetzt sind.

„Wir sind sicher, dass die Schule dadurch ein heiteres Erscheinungsbild haben wird und freuen uns schon auf unseren nächsten Besichtigungstermin“, so Meier. Die Konrektorin war es auch, die gemeinsam mit dem Bauteam der Sprachheilschule verschiedene Vorschläge unterbreitete. Sie berichtet: „Wir nehmen ja einen Teil unseres Mobiliars von Klein-Umstadt nach Eppertshausen mit. Dazu gehören auch unsere Stühle, die ein rotes Metallgestell haben. Deshalb wurde Wert darauf gelegt, dass nicht nur die neu bestellten Möbel gut dazu passen, sondern auch die Böden, die in den Klassenräumen hellgelb sein werden.“

Bald können die Schüler das Farbkonzept beurteilen

Auch die Vorschläge von Architekt Zimmer, die Klassenräume bunt zu gestalten wurden variiert, so erhalten diese nun einen unifarbenen hellen Anstrich in curry. „Wenn die Kinder dann ihre Werke an den Wänden befestigen, werden die Räume ohnehin schön farbenfroh. Wären dann noch verschiedene Wandfarben vorhanden, würden die Wände vielleicht zu unruhig“, meint Jutta Meier abwägend.

Ein helles Gelb ist nicht ohne Grund eine Farbe, die vom Landkreis für die Gestaltung von Klassenräumen bevorzugt wird, erläutert Büroleiterin Löffler: „Es gibt ja auch Farben wie ein kräftiges Rot, die eher aufregend wirken. Gelb beruhigt und verschafft zudem ein helles und freundliches Ambiente, da werden sich die Kinder sicher wohl fühlen.“ Damit aber nicht alles im Neubau gleich aussieht, wurden für die Flure grüne Böden vorgesehen und auch die Innentüren sind hellgrün und passen somit gut zum ansonsten gelb dominierten Farbkonzept. „Sogar die Gestaltung der Toiletten passt dazu, auch hier sind die Fließen hellgrün“, schmunzelt Löffler.

Nun wird es nur noch wenige Monate dauern, bis nach den Sommerferien die Jungen und Mädchen aus dem weiten Umkreis von Eppertshausen Einzug in ihrem neuen Schulgebäude halten werden und letztlich sind sie es, die gemeinsam mit ihren Lehrkräften entscheiden werden, ob das jetzt umgesetzte Farbkonzept auch gelungen ist.

Quelle: op-online.de

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