Sanierung des Hauses Westermann

Ums Rundhaus geht’s weiter rund

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Vor über 35 Jahren der Gemeinde von Privatleuten geschenkt, bedarf das bei Vereinen und Bürgern beliebte Haus Westermann nun einer grundlegenden Sanierung.

Eppertshausen - 100.000 Euro stehen im gerade erst ratifizierten Haushaltsplan Eppertshausens für die Sanierung des Hauses Westermann festgeschrieben.Von Thomas Meier 

Ob dieser Betrag für das Vorhaben einer grundhaften Sanierung ausreichen wird, war Gegenstand einer langen Diskussion der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Sie endete mit dem vorläufigen Ergebnis, dass man dem Beschlussvorschlag folgt, um aber „hierbei das Gesamtbudget (-) in Höhe von 100 000 Euro nicht zu überschreiten“.

Seit über 35 Jahren ist das Haus Westermann nach einer Schenkung durch Privatleute Eigentum der Gemeinde. Seitdem diente der originelle Rundbau auf einem 1 100 Quadratmeter großen Grundstück am Waldrand hinter der Sporthalle als Veranstaltungsort für Vereine, Privatleute und Firmen.

Doch seit etlichen Jahren genügt der Standard des kleinen Häuschens kaum mehr Feierwilligen. Die Hütte verkam zusehends, sehr zum Leidwesen zahlreicher Bürger, die die Erinnerungen an bessere Zeiten auch bei den Gemeindeverantwortlichen wach hielten.

Spende der HSE-Stiftung über 100.000 Euro

Und so versuchte die Verwaltung auch über Jahre, ein angrenzendes Nachbargrundstück zum Haus Westermann, das auf einem Areal von rund 1100 Quadratmetern steht, hinzu zu erwerben, um eine Freizeitanlage für Eppertshausen zu schaffen. Vergebens, der Nachbar verkauft nicht.

Dennoch einigten sich die Politiker darauf, Haus Westermann wieder zu einem Ort heimischer Feiern werden zu lassen. Da kam eine Spende der HSE-Stiftung über 100 000 Euro gerade recht.

Und erste Planungen für die Sanierung der herunter gekommenen Sanitäranlage, eine Dachabdichtung, neue Fenster und frischer Außenputz schlugen sich auch „nur“ mit 92.000 Euro nieder.

Vier Planungsvarianten im Angebot

Allerdings wurden in einer Beratungsfolge verschiedener Gremien und Ausschüsse auch Begehrlichkeiten geweckt. Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im September vergangenen Jahres standen plötzlich vier Planungsvarianten zur Debatte, deren teuerste vom Architekturbüro zwischen 173.000 und 229.000 Euro beziffert wurden.

Die Teuerung wurde hauptsächlich durch den Wunsch nach einer aus Platzgründen ausgelagerten Toilettenanlage hervorgerufen. Ohne einen solchen kostenintensiven Anbau wird es allerdings ziemlich eng im schon kleinen Häuschen, denn dem 13 Quadratmeter verschlingenden Sanitärbereich soll nun auch noch eine behindertengerechte Toilette angegliedert werden.

Und hier lag nun das Problem, denn die Optimierung des Hauses könnte, so die Befürchtung der SPD, schnell den Finanzrahmen von im Haushalt festgeschriebenen 100 000 Euro sprengen. Was dann?

Spätestens im Oktober soll es fertig sein

Es entwickelte sich eine Debatte um viele Wenns und Abers, die schließlich der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Rainer Eder, befriedete: Sollte sich eine Kostensteigerung abzeichnen, müsse das Parlament eben erneut beraten.

Auch Bürgermeister Carsten Helfmann schaltete sich in die Beiträge ein. Zügig wolle man mit der Sanierung beginnen, damit das Haus Westermann spätestens im Oktober fertig sein wird, um noch etwas von der Schönwettersaison nutzen zu können.

Quelle: op-online.de

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