Im Failisch

Sanierte Straße wird wieder aufgerissen

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Ein Loch im neuen Straßenzug Im Failisch, der erst im Spätsommer saniert wurde. Unvermeidlich, sagen die Mitarbeiter Eppertshausens Verwaltung.

Eppertshausen - „Das ist zwar wirklich sehr ärgerlich, aber leider nicht vermeidbar“, sagt Jürgen Geist, in der Gemeindeverwaltung unter anderem verantwortlich für Hochbau, Bau- und Grundstücksordnung sowie . Räumliche Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Von Thomas Meier

Er nimmt dabei Bezug auf ein Ärgernis, das ein Anlieger der Straße Im Failisch an die Redaktion herangetragen hatte. Ein Teil des Straßenzugs grenzt direkt an das Neubaugebiet Im Eichstumpf. Und gerade hier wurde Im Failisch erst im Spätsommer vergangenen Jahres neu hergerichtet. Jetzt, nur wenige Monate später, wird die gerade grundhaft sanierte Straße wieder aufgerissen, um ein bislang ungenutztes Neubaugrundstück, vorgesehen für zwei Doppelhaushälften, für Strom, Wasser und Gas zu erschließen. Hätte man diese Arbeit im Herbst gleich mit gemacht, müsste der Belag nicht schon wieder aufgerissen und optisch verhunzt werden, lautet die Kritik.

Und Jürgen Geist kann den Ärger hierüber nachvollziehen. Die Gemeinde hatte im Zuge der grundhaften Erneuerung der Straße auch den Kanal mit saniert. Doch sind die Versorgungsunternehmen von Wasser, Strom und Gas nicht verpflichtet, sich an solche Maßnahmen anzuschließen. Sie werden erst nach Beauftragung des Grundstückseigentümers aktiv. Vorausplanende Installationen oder Vorverlegungen kommen die Versorger oft teuer, weil ungenutzt oder zu lange brach liegend. Und im vorliegenden Falle war der Grundstückseigentümer zwar von der Sanierung Im Failisch durch die Gemeinde informiert, jedoch wurde er nicht aktiv.

Zwar entsteht der Gemeinde kein finanzieller Schaden, weil die späte Erschließung komplett vom Grundeigentümer zu zahlen ist, doch wird der Anblick frisch gemachter Asphaltierung schnell zunichte gemacht. Ruckzuck hat man statt neuen Straßenzuges wieder einen geteerten Flickerlteppich vorm Haus, obwohl man erst Anliegergebühren für die Erneuerung gezahlt hat.

„In der Babenhäuser Straße hatten wir das in der jüngsten Vergangenheit auch,“ sagt Geist. Dort war der neu aufgetragene Asphalt komplett sanierter Straße noch nicht richtig ausgetrocknet, wurde schon wieder aufgerissen, weil jetzt jemandem einfiel, noch etwas verlegen oder anschließen zu müssen. „Unschön, aber für uns unvermeidbar“, sagt der Mann von der kommunalen Bauverwaltung.

Quelle: op-online.de

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