Schau in Stöckelschuhen

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Vollweiber wie dieses adrette Schwarzwaldmädel aus Klein-Auheim gab es beim Männerballett-Turnier zu bewundern.

Eppertshausen - Ein Saal voll begeistert johlender Frauen brachte die Eppertshäuser Mehrzweckhalle zum Beben: Grund war das vom FVCA alljährlich ausgerichtete Männerballett-Turnier. Von Jasmin Frank

Acht Mannschaften und damit zahlreiche stramme Waden hatten sich eingefunden, um vor den kritischen Augen der Jury, die aus Abgeordneten der jeweiligen Vereine zusammengesetzt war, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Unter den Teilnehmern war auch das Ensemble der Ausrichter selbst, das von Eric Seib und Bettina Waldmann trainiert wird. „Wir trainieren nicht nur, sondern lassen uns auch die Choreografie und die Kostüme einfallen, stimmen uns aber mit unseren Tänzern ab, die gerne ihre Sicht der Dinge beitragen“, sagte Waldmann schmunzelnd. Seit Oktober ist das Team nun am Proben, zumal schon der neue Tanz für die kommende Saison einstudiert wird. „Davon verraten wir allerdings noch nichts, erst gibt es unsere Show alt gegen jung zu sehen“, so die Trainerin.

Die Tänzer sind voll bei der Sache und vor ihrem Auftritt durchaus etwas aufgeregt. „Männerballett ist gar nicht so einfach, wie viele denken, denn es ist durchaus mit einigem Aufwand verbunden“, erklärt Ronny Langner. Sein Kollege Jens Ringel scherzt: „Nach zwei Kästen Bier in Stöckelschuhen über die Bühne zu tanzen, will gekonnt sein!“

Die Männer haben sich ins Zeug gelegt

Bei dem Auftritt dann wird wieder einmal deutlich: Die Männer haben sich ins Zeug gelegt, und die zuschauenden Damen dürfen nicht nur viel nackte Haut bewundern, sondern bekommen zudem eine tolle Show geliefert: Vom Schwarzwald-Feeling mit Miniröcken, knackigen Holzhackerbuben und tanzenden Tannenzapfen über leicht bekleidete Hawaiianerinnen bis hin zu strammen Sträflingen gibt es nichts, was es nicht gibt.

Grazil und sexy schwebte das Eppertshäuser Ensemble „Dumm Sau“ in Hawaiianerinnen-Kostümen über die Bühne.

Dabei hat es die Jury schwer, die vielen Darbietungen zu bewerten, denn jedes Ensemble glänzt auf der Bühne in den Kategorien Kostüm, Komik, Choreografie und Schlussbild. Obwohl gleich zwei Eppertshäuser Riegen an den Start gingen, neben dem FVCA Männerballett auch die ehemaligen TAV-Handballer „Dumm Sau“, setzen sich doch die Gäste von außerhalb durch: Sieger wurden die Titelverteidiger „Schlüsselrappler“ aus Nidderau, gefolgt vom „Watzeclub Petterweil“ aus Karben vor den „Leosandwichdancers“ aus Darmstadt-Eberstadt.

Neben den Herren, die auf der Bühne im Vordergrund standen, ging es am Veranstaltungstag auch um diejenigen, die im Stillen agieren: Jörg Helfmann, der wie stets gekonnt durch das Programm führte, überreichte gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Willi Trux den nur sehr selten vergebenen Ehrenorden des Vereins an Günther Hammann. Der 70-Jährige versieht seit Jahrzehnten seinen Dienst in der Küche und unterstützt so das närrische Geschehen auf der Bühne, ohne im Rampenlicht zu stehen.

Weiter geht es im Fastnachtskalender des FVCA am 11. und 12. Februar mit den Karnevalssitzungen.

Quelle: op-online.de

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