Verdammt zur Sprachlosigkeit

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In Eppertshausen haben die Beschäftigten die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Münsters Filiale bleibt zunächst bestehen...

Eppertshausen - Was draußen vor der Schlecker-Filiale im Park 45 auf großen roten Banderolen und Plakaten prangt, darf im Geschäft für die Filialleiterin kein Gesprächsthema sein: Die beschlossene Schließung des seit zwei Jahren hier ansässigen Drogeriemarktes. Von Thomas Meier

30 Prozent auf alles, auf viele Artikel 50 Prozent: So reagiert die Schleckerzentrale in den zur Schließung beschiedenen 2010 Filialen im Land. Die Plakate kamen mit dem Maulkorberlass an die Beschäftigten, nichts zur Schließung zu sagen.

„Wir dürfen nichts sagen, das haben wir gleich mit der Entscheidung der Schließung von der Firmenleitung schriftlich bekommen“, sagt die Filialleiterin gestern Nachmittag, die dem Mann von der Presse nicht mal ihren Namen nennen darf – obwohl er doch neben dem Schlecker-Emblem auf ihren Kittel steht. Sie wie auch die Mitarbeiterin „sind noch geschockt“, obwohl sie seit Tagen um ihren Job bangen. Und weiter hingehalten werden, denn „vielleicht klappt es ja mit einer Weiterarbeit in Münster“. Dort wird die Filiale in der Hauptstraße nämlich nicht geschlossen.

Auch die Kunden sind negativ überrascht: Marc Kiefer aus Ober-Roden: „Ich wohne erst seit kurzem hier in der Gegend und weiß noch nicht, wohin ich mich nun orientieren kann. Viel schlimmer ist es für die Beschäftigten.“

Liste der Schlecker-Filialen, die geschlossen werden sollen

„Ich habe einen künstlichen Darmausgang, kaufe seit Jahren meine Hygieneartikel bei Schlecker, erst am Gruber-Platz, dann hier“, klagt ein Eppertshäuser. Weiterer Bericht auf Seite 18

Quelle: op-online.de

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