Zum Schluss an die Platte

Eppertshausen - Nein, inflationär geht der TTC Eppertshausen mit Festivitäten nicht um: „In dieser Größenordnung machen wir so etwas nur alle zehn Jahre“, sagte Reimund Viertl. Da klangen drei ereignisreiche Tage in und an der Bürgerhalle so langsam aus.

1954, im Jahr des ersten WM-Titels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, gründete sich der der Tischtennis-Club in der Gemeinde. 60 Jahre später feierte er zunächst sich und am späten Abend auch die vierte Weltmeisterschaft der Bundesrepublik. Am Nachmittag fand die sportliche Aktivität an der Platte statt. Das Freundschaftsspiel des TTC-Nachwuchses gegen die DJK Ober-Roden war einer der letzten Programmpunkte. „Man darf die eigenen Mitglieder nicht mit Diensten überstrapazieren“, erläuterte Viertl, weshalb der TTC eher selten feiert. Dann aber richtig.

Zum Auftakt des Wochenendes hatte der TTC eine Ü30-Party mit Florian Merz alias DJ Doppelmerz organisiert. „Wir haben aber auch keinen weggeschickt, der jünger als 30 war“, meinte Viertl. Programmpunkt bereits am Freitag war zudem der Auftritt der Altheimer Line-Dance-Gruppe „Lucky Riders“. Den Samstag hatte sich der TTC - in dessen Festkomitee neben Viertl auch Heinz Gruber, Willi Müller, Henry Hies sowie die TTC-Damen wichtige Planungs- und Organisationsaufgaben übernommen hatten - für ein Grillfest reserviert. Auch hier war der Zuspruch trotz des launischen Wetters ordentlich. „Von den zeitweiligen Schauern darf man sich einfach nicht irritieren lassen“, freute sich Viertl darüber, dass der TTC eben das nicht getan habe. Nach dem großen Regen am Nachmittag schmeckten Spare Ribs und Champignonpfanne besser denn je.

Der Frühschoppen am Sonntag ging in einen insgesamt freundlichen Nachmittag über und in den Abend des WM-Triumphs, den indes allenfalls noch einige hartgesottene Helfer und TTCler - derzeit hat der Verein 170 Mitglieder, mehr denn je - in der Halle erlebten. Schon längst wieder fertig mit ihrem Match waren da die TTC-Schüler, die sich aufgrund ihrer Spielstärke allerdings freiwillig mit älteren Jugendlichen messen. Gegen Hessenligist Ober-Roden, gespickt mit älteren Akteuren, zogen Sören Schwabel, Christoph Sonn, Patrick Bourhofer sowie die Brüder Lukas und Niklas Schade zwar den Kürzeren. Doch wohin es einmal führen kann, sich frühzeitig kontinuierlich mit Stärkeren zu messen, zeigten am Abend Jogis Jungs.

(jd)

Quelle: op-online.de

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