Schrank voll nur mit Kostümen

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Die interkommunale Zusammenarbeit läuft auch an Fasching gut: Die Münsterin Nicole Uhrig lockte ihre Mühlheimer Verwandten auf die Eppertshäuser Fastnachtsbörse – mit Erfolg, denn sie kauften tüchtig ein.

Eppertshausen ‐ Die Eppertshäuser sind es zwar schon gewohnt, dass sich für die seit zwölf Jahren vom katholischen Kindergarten Sankt Sebastian abgehaltene Faschingsbörse hunderte von Menschen ihren Weg zur Mehrzweckhalle bahnen – doch in diesem Jahr war der Andrang besonders groß. Von Jasmin Frank

Um elf Uhr wurden die Türen geöffnet und bereits eine halbe Stunde später waren von sechs Ständen mit Kinderkostümen nur mehr drei übrig.

„Wir haben heute doppelt so viele Stücke im Angebot wie im Vorjahr. Die Besucher können aus 1000 Kostümen und 2000 Zubehörteilen auswählen“, freute sich Rita Ackermann vom Organisationsteam. Kein Wunder also, dass der Besucherstrom bis in den Mittag hinein kaum abriss und die Kunden auch von weither kamen, wie Holger Spielburg, der aus Mühlheim-Lämmerspiel angereist war. „Ich habe dieses Riesen-Baby-Kostüm gefunden, was nicht schwierig war, denn die Auswahl ist wirklich riesig“, meinte er. Überrascht über das umfangreiche Sortiment war er trotz der Vorschusslorbeeren für den närrischen Flohmarkt, die von seiner Münsterer Verwandten Nicole Uhrig vorab ausgesprochen worden waren und ihn nach Eppertshausen gelockt hatten. „Warum sollen wir Münsterer nicht in Eppertshausen die Kostüme einkaufen, wenn wir hier auch Fasching feiern. Hier geht es eben richtig fröhlich zu“, meinte die Gemeindemitarbeiterin.

Nicht nur Einkaufen stand auf dem Programm

Doch nicht nur Einkaufen stand auf dem Programm, sondern auch der Verkauf der schönen Stücke. Dafür werden in Zukunft nicht nur mehr Helfer benötigt, auch die Eigentümer der bunten Stücke müssen dazu gebracht werden, sich von ihren Verkleidungen zu trennen. „Vielen fällt das nicht leicht, deshalb haben wir auch viele Stücke von Fastnachtsgruppen oder Großanbietern. Ich selbst habe dieses Jahr auch wieder aussortiert, allerdings konnte ich mich nur für Kindersachen entscheiden“, sagt Kerstin Müller lachend.

Seit Jahren ist sie für die Organisation der Faschingsbörse verantwortlich. Zuhause hat sie einen etwa drei Meter in ihrem Schrank nur für die Kostüme ihrer Familie reserviert. „Gerade Verkleidungen, an denen man selbst gearbeitet hat oder mit denen Erinnerungen verbunden sind, geben die wenigsten gern her. Außerdem kann man die Kleider ja nach ein paar Jahren wieder verwenden. Bei Kindern ist das anders: Sie wachsen heraus und so gibt man ein Teil weg und kauft ein größeres nach“, erläutert sie.

Für die Schnäppchenjäger gab es nach dem Einkauf noch die Möglichkeit zu Expertengesprächen in der Cafeteria und zu einem heißen Teller Gulaschsuppe in gemütlicher Fastnachter-Runde.

Quelle: op-online.de

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