Lesung über die Erfindungen der Natur

Segen der Bionik in unserem Alltag

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Autorin Sigrid Belzer verblüffte bei ihrer Lesung die Zuhörer mit genialen Erfindungen aus der Natur.

Eppertshausen ‐ Im gut gefüllten Haus Valentin hatte keiner der Gäste einen Blick für das schöne Wetter vor dem Fenster, denn alle lauschten gebannt dem spannenden Vortrag der Autorin Sigrid Belzer: Von Jasmin Frank

„Die genialsten Erfindungen der Natur. Bionik für Kinder“ heißt ihr Buch, aus dem sie zahlreiche Beispiele anführte die zeigen, dass wir Menschen gut daran tun, die bei Tieren und Pflanzen vorhandenen Abläufe und Fähigkeiten zu kopieren und in unsere technischen Möglichkeiten zu übertragen.

„Wie bewegt sich eigentlich eine Qualle fort“, will die in Eppertshausen aufgewachsene Geologin wissen. „Sie macht das mit ihren Armen“, meint ein Junge zu wissen, doch er wird von einem anderen kleinen Zuhörer eines Besseren belehrt. „Nein, sie saugt Wasser an und stößt es wieder aus“, weiß der Steppke. „Richtig. Das nennt man den Rückstoßeffekt und wir Menschen nutzen ihn zum Beispiel bei Raketen“, ergänzt Belzer.

Ihr Vortrag ist äußerst abwechslungsreich und macht durch seine Anschaulichkeit auch die Erwachsenen neugierig auf mehr. Kleine Filmbeispiele, Fotos von Experimenten und Modelle zum Anfassen runden das bunte Programm ab.

„Was passiert, wenn ich auf ein Blatt Papier drücke?“ fragt sie und hält einem Mädchen eine Seite hin. „Es biegt sich weg“, stellt das Kind fest. Dann drückt die Autorin, die sich seit Jahren mit der Vermittlung von Bionik beschäftigt, auf das Modell einer Fischflosse. „Hier biegt sich nur der Teil weg, auf den ich Druck ausübe. Der obere Teil kommt in die ursprüngliche Position zurück.

Weitere Infos auf der Internetseite des Bionik-Buchs.

Deshalb werden Rückenlehnen für Autos nach diesen Modellen konzipiert, denn so findet der Kopf auch dann Halt, wenn der Rücken die Lehne belastet. Dem häufigen Schleudertrauma kann so entgegengewirkt werden“, erläutert sie und lehnt sich selbst gleich mal an ihr großes buntes Modell an. So wird allen Zuhörern schnell deutlich, wie viel sich von den Energiespar- und Überlebenskünstlern aus dem Tier- und Pflanzenreich lernen lässt.

Quelle: op-online.de

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