Nachdenklich stimmende Worte zur Übergabe des neuen Gerätewagens Logistik

Ein Segen, dass es die Feuerwehr gibt

Großer Bahnhof fürs neue Feuerwehrfahrzeug: Vor der Bürgerhalle wurde das Ereignis gebührend gefeiert. Foto: Th. Meier

Eppertshausen – Einen gemeinsamen familiären Nachmittag beraumte am Samstagnachmittag die Freiwillige Feuerwehr an, um die Übergabe und Segnung ihres brandneuen Gerätewagens Logistik (GW-L1) an der Bürgerhalle gebührend zu feiern. VON THOMAS MEIER

Gekommen waren neben den Einsatzkräften und den beiden Pfarrern Johannes Opfermann und Harald Christian Röper zahlreiche Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordneter Manfred Pentz (CDU) und Kreisbrandinspektor Heiko Schecker sowie Gemeindevertreter und interessierte Bürger.

Bürgermeister Carsten Helfmann freute sich über den großen Zuspruch und nutzte als Feuerwehrmann die Gelegenheit, für die Helfer, Löscher und Retter eine Lanze zu brechen. Sein Dank galt dem Landtagsabgeordneten, hat doch Hessen einen Zuschuss von 28 000 Euro für das Fahrzeug gewährt, und dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Eppertshausen, der 20 000 Euro aus seiner Kasse beisteuerte: „Wir sehen die Ausgabe von insgesamt 160 000 Euro als eine wichtige Investition in unsere Sicherheit und das Gemeinwohl an.“

Mannschaft und Gerät seien in den vergangenen Monaten arg strapaziert worden, erinnerte der Verwaltungschef an insgesamt 169 Einsätze mit einer Dauer von 165 Stunden, zu denen nicht unmaßgeblich Einsätze in Münster bei der Bekämpfung des Waldbrandes an der Muna geführt hätten.

Der Antrag auf Ersatzbeschaffung des Logistik-Einsatzfahrzeuges wurde 2014 von Gemeindebrandinspektor Frederick Schmitt gestellt. Er hatte herausgefunden, dass Kommunen unter 20 000 Einwohner – Eppertshausen hat etwas über 6 000 – auch einen Landeszuschuss erhalten können, wenn sie einen festen Einsatzbereich einer Autobahn oder oderbahnähnlich ausgebauten Bundesstraße zugewiesen bekommen haben. Auch das Brandschutzamt unterstützte den Antrag, obwohl das alte Fahrzeug erst kommendes Jahr die erforderlichen 25 Jahre auf dem Buckel hat. Der nun ausrangierte Wagen war gebraucht von der Bahn gekauft worden und hatte zum Schluss bereits eine erhebliche Laufleistung auf dem Tacho.

Gemeindebrandinspektor Gerd Sengewald gab ein paar Hinweise auf die Fahrzeugdaten des neuen GW-L1, einem Mercedes mit 177 PS und 8,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Über die technische Ausstattung informierte zudem ein aufgestelltes Plakat.

„Es wird hier nicht nur ein Fahrzeug gesegnet. Vor allem ist es wichtig zu sagen, dass es ein Segen ist, dass wir eine Feuerwehr haben“, leitete Pfarrer Opfermann von der evangelischen Kirche das Ritual ein. Dem stimmte der katholische Pfarrer Röper nicht nur inhaltlich zu, er lobte auch die Bürger, die die Aufgaben der Wehr vorbildlich unterstützten.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Jürgen Müller, erinnerte daran, dass der Erhalt und die Unterhaltung von Feuerwehren zu den Pflichtaufgaben von Kommunen, Land und Bund gehörten. Alle Redner unterstrichen in ihren Beiträgen zu hoffen, dass alle Feuerwehrleute auch unbeschadet von ihren künftigen Einsätzen im neuen Auto zurückkämen.

Im Anschluss gab’s für die Gäste einen Imbiss.

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Quelle: op-online.de

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