Nach Herzenslust hüpfen

Seilspring-Projekt an der Mira-Lobe-Schule

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Die Herzstiftung war mit ihrem Projekt „Skipping Hearts“ zu Gast in der alten Mehrzweckhalle. Zwei Stunden lang wurde zusammen gehüpft.

Eppertshausen - Welch ein Getrappel, Gehüpfe und Gejohle kurz vor den Ferien in der Mira-Lobe-Schule: Vor der langen Schulauszeit durften sich 110 Schüler nochmals nach Herzenslust in der alten Mehrzweckhalle beim Seilspringen austoben.

Ganz im Sinne der Lehrer und der Deutschen Herzstiftung, denn das neudeutsch „Rope-skipping“ genannte Projekt fördert nicht nur den natürlichen Bewegungsdrang, sondern auch die Gesundheit. Schon zum zweiten Mal ist das Projekt der Herzstiftung „Skipping Hearts“ zu Gast an der Schule für Sprachförderung des Landkreises in Eppertshausen. Drei Stunden durften die Kinder – zunächst die jüngeren, dann die dritten und vierten Klassen – unter Anleitung von Claudia Behrens von der Herzstiftung lernen, was alles mit dem Seil beim Springen möglich ist. Und man konnte sehen: Nicht alle Kinder hatten schon mal Kontakt mit solcher Art der Bewegung.

In Zeiten übermäßigen TV-Konsums und Spielen am Computer kommt der natürliche Bewegungsdrang oft zu kurz. Eine Folge davon: Weltweit ist mehr als jedes fünfte Schulkind übergewichtig. „Um Kinder wieder zu mehr Bewegung zu motivieren, hat die Deutsche Herzstiftung das Präventionsprojekt initiiert“, erklärt Claudia Behrens. Sie weiß: Wer bereits von Kind an einen gesunden Lebensstil mit Bewegung und gesunder Ernährung pflegt, verringert das Risiko, im Alter am Herzen zu erkranken.

An den Grundschulen wird mit einem kostenfreien, zweistündigen Basis-Kurs die sportliche Form des Seilspringens vermittelt. Behrens und Sportlehrerin Julia Funk zeigten so den Kindern in Eppertshausen etliche Sprungvariationen, die allein, zu zweit oder in der Gruppe absolviert werden können. Bei Interesse kann sich daran ein Aufbautraining anschließen, das die Kinder beispielsweise auf einen Schulwettkampf vorbereitet.

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„Die sportliche Form des Seilspringens eignet sich zur Schulung und Verbesserung motorischer Grundfähigkeiten wie Ausdauer und Koordination“, sagt Behrens. Durch die Teamarbeit in der Schülerschaft werde zudem die Integration körperlich aber auch sozial schwächerer Kinder vorangetrieben. Die Erfolgserlebnisse bei Springen motivierten und erhöhten die Freude an der Bewegung.

Ropeskipping-Botschafterin Behrens kam mit einem ganzen Sack voller Springseile an die Lobe-Schule, die zum Kurs eine Leihgabe waren. Doch bereits nach dem ersten Besuch vor drei Jahren beschaffte sich die Schule einen großen Satz des hüpfen lassenden Sportgeräts. Und viele Eltern schenkten ihrem Nachwuchs Seile für die Freizeit. Einigen Kindern sah man die Übung an. Doch auch an den Augen der eher Ungeübten war erkennbar: Solche Art der Bewegung macht nicht nur gesund, sondern auch richtig Spaß. (tm)

Quelle: op-online.de

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