Seltsamer „Mundraub“

Der Schnullerklau geht in Eppertshausen um

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Auch diese Schnullis verschwanden auf ungeklärte Weise von der Bayerswiese.

Eppertshausen - Es gibt viele Arten von Diebstählen, die angezeigt werden. Doch jetzt weist Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann auf einen Klau hin, wie wir wohl noch nie über einen berichten durften. Von Thomas Meier

Es geht um den Diebstahl von „Beruhigungssaugern“. Solche Silikon-Einluller klaut ein unbekannter Missetäter seit geraumer Zeit am 2014 eigens im Baugebiet Bayerswiese gepflanzten Schnullerbaum. Klaus Schmid spendierte damals einen Walnussbaum, an dem sich Eppertshäuser Kinder seitdem nach dänischem Brauch von ihren Lieblings-Nuckeln verabschieden können, wenn sie sich denn stark genug dafür fühlen (oder ihre Eltern). Seither, so Helfmann, hätten viele Kinder ihren Nuckie dort zwar nicht an den Nagel, aber immerhin an den Gummi gehängt. Bei zuviel Sehnsucht nach dem Verabschiedeten hätten sie immer wieder mal danach schauen können. Nun schauten eben alle ins leere Geäst, denn die Schnullis verschwinden wie von Geisterhand. Helfmann beklagt den seltsamen „Mundraub“, will aber keine böse Absicht unterstellen: „Dies geschieht wahrscheinlich aus Unwissenheit über den Nutzen dieses Baumes und Brauches.“ Wenn also einer einen Schnullerklau erwischt, kläre er ihn auf.

Die gängigsten Tricks der Diebe

Quelle: op-online.de

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