Allein, aber organisiert

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Köstlichkeiten vom Grill und von der Salattheke gab es beim Eppertshäuser Seniorenclub.

Eppertshausen - . Seit einigen Wochen sind sie auf sich alleine gestellt – die ehrenamtlichen Organisatoren des Eppertshäuser Seniorenclubs, denn lange Zeit war der katholische Gemeindereferent Herrmann Danz für die wöchentlichen Treffen der betagten Einwohner zuständig gewesen. Von Jasmin Frank

Vor seiner Abreise nach Florida, wo er eine mindestens einjährige Auszeit nimmt, erzählte er schmunzelnd: „Mir war der Seniorenclub immer ein wichtiges Anliegen und ich hoffe, dass bald wieder mehr Menschen dorthin gehen werden. Viele Gemeindemitglieder fühlen sich noch viel zu jung für einen solchen Treffpunkt, auch wenn sie die 70 schon längst überschritten haben. “.

Am Mittwoch war der Raum im katholischen Jugendheim jedenfalls gut gefüllt, knapp 40 Senioren waren gekommen, um frisch gegrillte Würstchen und ein reichhaltiges Salatbuffet zu genießen. „Uns gefällt es hier immer sehr gut, ganz gleich ob wir singen oder spielen, aber wenn gegrillt wird, ist das doch etwas Besonderes“, waren sich Gisela König und Liesel Radomsky einig. Sie wünschen sich keinen neuen Gemeindereferenten, der den Seniorenclub übernimmt, denn sie wissen genau: „Es wird schon alles gut laufen, die Helfer arbeiten sich bestimmt schnell ein. Aber wir hätten schon unseren Herrn Danz gerne wieder zurück.“

Ob er wiederkommt, ist ebenso ungewiss, wie die Besetzung der vakanten Stelle – bislang hat sich noch niemand gefunden, der die vielseitige Aufgabe in Eppertshausen übernehmen will. Doch die gut 20 Mitwirkenden im Organisationsteam bewältigen ihre Aufgabe bestens. „Wir müssen jetzt eben mehr selbst machen. Kuchen bestellen, Getränke holen und das Programm zusammenstellen“, erläutert Elisabeth Seibel.

Die Gruppe fühlt sich sichtbar wohl

Das Team wäre erfreut, wenn noch mehr ältere Menschen das Angebot wahrnehmen würden, das von dem ökumenischen Helferkreis auf die Beine gestellt wird. Jeden zweiten Mittwoch im Monat finden die Treffen im evangelischen Gemeindehaus statt, ansonsten im katholischen Jugendheim. Bis auf die kommende Woche, denn dann starten schon die Vorbereitungen zum 48-Stunden-Projekt der Kolpingfamilie, so dass erneut in die evangelische Gemeinde ausgewichen werden muss. „Man muss aber nicht gläubig sein, um hier mitmachen zu können, man sollte einfach Lust auf andere Menschen haben“, so Rita Schwarzkopf, die immer wieder aus der Küche zu den Besuchern im Saal schaut, ob auch alle gut versorgt sind.

Es ist deutlich zu hören, dass sich die Gruppe wohl fühlt: Die Eppertshäuser Senioren singen vergnügt und lächeln. Häufig machen auch Teilnehmer selbst Musik und begleiten die Lieder ihrer Clubpartner, so spielen Martha Gillner und Klaus Leipner gerne Akkordeon. „Es gibt ganz verschiedene Angebote, Gesang gehört meistens dazu, manchmal spielen wir auch Karten oder andere Gesellschaftsspiele, ein anderes Mal machen wir Gehirntraining oder wir feiern gemeinsam. Das können die Geburtstage sein, die wir monatlich begehen, aber auch Jahresfeste wie Erntedank oder Ostern“, weiß Andrea Heilmann, die für die Grillwürstchen zuständig ist.

Das neue Programm des Seniorenclubs wurde nun erstmals ohne Hilfe des aktiven Gemeindereferenten zusammengestellt und soll auch einige Höhepunkte enthalten. Wer erfahren möchte, was geboten wird, kann es sich ab Oktober in den Kirchengemeinden abholen. Wer sich über den Seniorenclub informieren möchte, kann im katholischen Pfarrbüro (06071/ 31500) anrufen.

Es wird auch ein Fahrdienst zu den Treffen angeboten, den August Seibel übernimmt, der ebenfalls im Pfarrbüro gebucht werden kann.

Quelle: op-online.de

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