Sozialfonds für Bedürftige im Kindergarten

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Sie freuen sich über das erste Geld im neuen Sozialfonds Eppertshausens (von links): Nico Müller, Assistent der Geschäftsführung), Bürgermeister Carsten Helfmann und Niels Bode, Chef-Disponent und Ideengeber für den Eisverkauf.

Eppertshausen ‐ Es gibt Bedürftige inmitten unter uns, nur kennt man die Not oft nicht. Ist sie jedoch erst einmal erkannt, kann Hilfe recht einfach sein. Von Jasmin Frank

Kalorienzählen ist in Eppertshausen kein Thema, denn kühles Eis wird hier so gerne gegessen, dass dadurch gar etwas Gutes bewirkt werden konnte, wie in diesen Tagen die ortsansässige Firma Kanal Müller zeigte. „Unser Chef-Disponent Niels Bode kam auf die Idee, an der Gewerbemeile Eis zu verkaufen und den Erlös dann für einen guten Zweck zu spenden. Dabei war von Anfang an klar, dass ein Eppertshäuser Projekt Nutznießer sein sollte“, erklärte Nico Müller von der Geschäftsleitung des Familienunternehmens.

Gerade zu diesem Zeitpunkt entstand in der Gemeinde die Idee, einen Sozialfonds für bedürftige Kindergartenkinder einzurichten. „Die Anregung kam von Gerlinde Ries-Schemainda im Rahmen der Kindergartenkommission, da leider die Entwicklung festzustellen ist, dass immer weniger Familien ihren Kindern Ausflüge, Museumsbesuche oder Theaterfahrten bezahlen können“, informierte Bürgermeister Carsten Helfmann.

Damit war nicht mehr viel zu tun, um den ersten Eppertshäuser Sozialfonds ins Leben zu rufen, dessen erster Geldbetrag von 1.500 Euro am jetzt von Nico Müller übergeben wurde.

Schon sind auch weitere Firmen im Gespräch, um das Budget aufzustocken. „Wenn genug Geld zusammenkommt, können wir die Unterstützung sogar auf die Grundschule ausdehnen“, so die Planung des Bürgermeisters.

Grundlegendes Prinzip des Fonds soll die unkomplizierte Abwicklung sein. Wer auf das Geld angewiesen ist, kann sich direkt an die jeweilige Kindergartenleitung wenden, die dann über die Beträge verfügen kann. Damit sollen umständliche Antragstellungen oder andere für die Bedürftigen gegebenenfalls als Hemmschwelle betrachtete Hürden ausgeschlossen werden.

Die Aufsicht über das Projekt wird bei den beiden ortsansässigen Pfarrern, Harald Christian Röper und Johannes Opfermann, sowie bei Bürgermeister Carsten Helfmann liegen. Damit ist von Seiten des Gewerbes und der Gemeinde ein weiterer Schritt in Sachen Familienfreundlichkeit in Eppertshausen getan worden, mit der die Kommune so gern wirbt.

Quelle: op-online.de

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