Eppertshausen

Sparkasse trotzt der Krise mit guter Bilanz

+
Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dieburg, Sparkassendirektor Manfred Neßler, zeigten sich zufrieden mit dem Geschäftsergebnis 2008.

Vor dem Hintergrund eines turbulenten Bankenjahres zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dieburg, Sparkassendirektor Manfred Neßler, zufrieden mit dem Geschäftsergebnis 2008. Er konnte eine Ausweitung des Geschäftsvolumens um 23 Millionen auf rund 2,2 Milliarden Euro vermelden.

Groß-Umstadt (bea) - Die Sparkasse Dieburg hat zwar auch vom „Run“ auf die öffentlichen Geldinstitute profitiert, aber nicht so stark wie manch andere Sparkasse. „Wir haben mit 40 Prozent, in manchen Segmenten auch 50 Prozent, bereits jetzt einen recht hohen Marktanteil in der Region“, erklärte Neßler. Durch die weltweite Finanzkrise bedingte Zuwächse gab es vor allem bei Geschäftskunden, die ihr Geld krisensicher unterbringen wollten.

Erfreulich habe sich zuletzt auch die Entwicklung der Privatkonten gestaltet: Vor allem durch die Einführung des Onlinekontos im September 2007 sei ihre Zahl um rund 2 000 auf derzeit knapp 75 000 Privatgirokonten angewachsen.

Neßler betonte die Verwurzelung der Sparkasse in der Region. Das spiegele sich nicht nur im Jubiläumsmotto „175 Jahre – Gut. Für die Region“, sondern auch in der Finanzierung von Investitionen im privaten und gewerblichen Bereich wider. Dabei stehe die langfristige Kundenbeziehung im Mittelpunkt und nicht das schnelle „Einmal-Geschäft“, wie er sagt.

„Trotz der momentanen Turbulenzen am Aktienmarkt ist es aus Sicht der Sparkasse auch weiterhin sinnvoll, einen gewissen Aktienanteil zu halten“, sagte Markus Euler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dieburg. Dabei sei jedoch individuelle Beratung, zugeschnitten auf die jeweilige Lebenssituation, zwingend erforderlich.

„Auch wir haben Lehman- Brothers-Zertifikate verkauft“, räumt Euler auf Nachfrage ein. Die amerikanische Investmentbank gilt als einer der Auslöser der Krise und musste im September Insolvenz beantragen. Dies betreffe aber von 1,6 Milliarden Euro Einlagenbestand nur ein Volumen von 850 000 Euro, verteilt auf 50 Kunden.

Im ersten Halbjahr 2008 habe man 1,31 Milliarden Euro an Krediten in der Region zur Verfügung gestellt – das entspräche einem Zuwachs von 1,8 Prozent. „Von einer ‚Kreditklemme’ kann in der Region keine Rede sein, die Sparkasse ist gerade in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner der heimischen Wirtschaft“, sagte Euler.

Im abgelaufenen Jahr sei ein Betriebsergebnis von 23 Millionen Euro erwirtschaftet worden, was 1,05 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme entspricht. Ein Teil des Gelds fließt zurück in die Region: So würden neben der Gewerbesteuer (1,5 Millionen Euro), der Ausschüttung an die Träger aus dem Bilanzgewinn (1,75 Millionen Euro), sowie Spenden und Sponsoringleistungen (650 000 Euro), insgesamt fast vier Millionen in die Region fließen.

Die Sparkasse Dieburg unterhält 39 Geschäftsstellen und 13 SB-Geschäftstellen. Der Neubau der Filiale in der Frankfurter Straße in Dieburg sei nach den neuesten energetischen Erkenntnissen mit Erdwärme, Fotovoltaik und Solarkollektoren erfolgt, sagte Neßler. Auch im Mitarbeiterbereich habe man einen Zuwachs verzeichnen können. Um zwölf habe sich die Zahl auf 488 erhöht, davon seien 55 Auszubildende. „Wir werden auch in diesem Jahr alle Auszubildenden übernehmen können“, erklärte Neßler.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare