Spiegel spart Strom

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Neuerdings sorgen LED-Leuchten für weihnachtliche Stimmung auf Eppertshausens Straßen. Die Lampen verbrauchen nur 1,2 Watt, ihre Vorgänger zogen noch 15 Watt. Das spart 92 Prozent Energie.

Eppertshausen ‐ Eppertshausen spart an Strom, deshalb gehen in der Gemeinde noch lange nicht die Lichter aus. Vor allem bei der Weihnachtsbeleuchtung lasse sich einiges an Geld und Energie einsparen, sagt Bürgermeister Carsten Helfmann (CDU).  Von Jasmin Frank

Die Weihnachnachtssterne leuchten jetzt mit 900 LED-Lampen, die statt den bisher 15 Watt nur noch 1,2 Watt verbrauchen.“ Das senkt den Verbrauch um sagenhafte 92 Prozent.

Wir sparen jährlich etwa 950 Euro ein. Damit werden sich die Anschaffungskosten von 4800 Euro in wenigen Jahren amortisieren. Und dann hat die Gemeinde auch einen ökonomischen Nutzen“, erklärt der Rathaus-Chef. Das neue Adventslicht in Eppertshausen bestätigt die Erkenntnis, dass Ökologie längst nicht mehr kostet, sondern Hand in Hand mit der Ökonomie geht: Die CO2-Bilanz der LED-Leuchten kann sich sehen lassen: Alleine durch den Glühbirnentausch werden 6,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger abgegeben. Zudem sind die neuen Lampen wesentlich haltbarer.

25.000 Euro für die neue Beleuchtung

Die Gemeinde hat sich viel vorgenommen, auch das Sportzentrum leuchtet bereits energieeffizient. In der Halle selbst, in den Umkleideräumen, den Fluren und in den Waschräumen wurden die alten Quecksilberdampfleuchten abgeschafft und durch sogenannten WiNSysE-Leuchten ersetzt: Das sind spezielle Neonröhren, die an ihrer Oberseite mit einen Spiegel ausgestattet sind, durch welchen das Licht zentriert und gebündelt wird. „Wir hatten vor der Umstellung eine Begehung mit dem Landessportbund, der einen Öko-Check durchführte und uns dabei diese Lampen empfohlen hat“, berichtet Helfmann, der auch privat Strom spart und Lichter in nicht genutzten Räumen löscht. Bei einer Umgestaltung in dieser Größenordnung liegt die Investitionssumme natürlich höher als bei den Weihnachtssternen, aber auch das Einsparvolumen steigt. Insgesamt 25.000 Euro hat die Gemeinde in die neue Beleuchtung gesteckt. Aber bereits nach vier Jahren wird sich die Investition rechnen: Dank der verspiegelten Röhren sinkt die jährliche Stromrechnung der Sporthalle um mehr als 6000 Euro. Ein Profit für die Gemeindekasse, der für den Verwaltungschef derlei Ausgaben gerade in wirtschaftlichen schlechten Zeiten wie diesen rechtfertigt.

Statt 100 Watt nur noch 70 Watt an Verbrauch

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei und deshalb gibt es in Eppertshausen noch eine weitere stromsparende Änderung der Gemeinde-Beleuchtung: die Straßenlampen. Wer sich schon länger an dem Harmonie verströmenden orangenen Licht der Straßenlaternen erfreut, die die grell-weißen Leuchten ersetzt haben, ist vielleicht überrascht, zu erfahren, dass nicht die stimmungsvollere Farbe den Ausschlag gab. Die weißen Hochdruck-Quecksilberdampfleuchten wurden gegen Hochdruck-Natriumdampfleuchten getauscht, die eine bessere Lichtausbeute gewährleisten und statt 100 Watt nur noch 70 Watt verbrauchen. „Der große Vorteil aber ist, dass sich die Lampen dimmen lassen. Bisher wurden die Straßenlampen zum Teil ab 24 Uhr ausgeschaltet, nun leuchten sie einfach mit 50 Watt, so dass die Sicherheit auf den Straßen und Gehwegen gewährleistet ist“, erläutert Helfmann. Für diese Umstellung hat der Gemeinde ausnahmsweise nicht geblecht: Die HEAG Südhessische Energie hat die Kosten für die freundlicheren und sparsameren Lampen übernommen.

Quelle: op-online.de

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