Stiftungsfest der Kolpingsfamilie

Nicht nur über Gutes reden ...

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Vor Beginn des Abendmahls wurden die Fahnen beim Stiftungsfestgottesdienst für die Kolpingsfamilie gesenkt.

Eppertshausen - Im Oktober 1957 waren zehn junge Eppertshäuser von der Sache Adolph Kolpings dermaßen begeistert, dass sie voller Gottvertrauen eine Kolpingsfamilie im Ort gründeten. Das offizielle Jubiläum wurde nun mit einem Stiftungsfest begangen.

Die Glocken der Pfarrkirche St. Sebastian riefen am Samstag zum Gottesdienst, und viele folgten ihrem Ruf. Sehr viele. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die kirchlichen und weltlichen Fahnenträger festlichen Einzug durch das Hauptportal hielten. Zehn Fahnen trugen das Wahrzeichen der Kolpings, orangefarbenes stilisiertes „K“ auf schwarzem Grund. Sie wurden getragen von Angehörigen benachbarter Kolpingsfamilien, der Patenfamilie aus Ober-Roden und von Mitgliedern der Jubelfamilie. Dies war der Auftakt zum Stiftungsfest der Kolpingsfamilie Eppertshausen, die dieses Fest heuer zum 60. Mal abhalten konnten.

Vor Beginn des eigentlichen Gottesdienstes wurde durch Verlesen der ersten Seite aus dem Protokollbuch des Vereins in Erinnerung gerufen, was im Jahr 1957 zur Gründung des Familienzweiges in Eppertshausen geführt hat. Danach hielt Diözesanpräses Hans-Joachim Wahl den festlichen Gottesdienst ab. Ihm zur Seite standen dabei Harald Todisco, Präses der Kolpingfamilie Rheinische Schweiz, Diözesan-Ehrenpräses und gleichzeitig Präses der Kolpingfamilie Eppertshausen, Harald-Christian Röper, sowie dessen Zwillingsbruder, Friedrich Franz. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Kirchenchor St. Valentin.

Die Achtung des Mitmenschen und das unterstützende Tun für diese, nicht nur das Reden darüber, standen im Mittelpunkt der Predigt. Beachtenswert, wie nicht nur ältere Menschen dem Gottesdienst folgten, sondern auch jüngere durch Mitgestalten bei den Fürbitten für eine hoffnungsvolle Zukunft standen. Zum Ende der kirchlichen Feier wurden alle Anwesenden eingeladen, sich zum gemeinsamen Essen direkt in die Bürgerhalle zu begeben. Dort wartete ein reichhaltiges warmes Buffet auf die Gäste. Nach gutem Brauch wurde ein Tischgebet gesprochen, bevor zunächst die zu ehrenden Jubilare des Abends an das Buffet gebeten wurden.

Nach Beendigung des Festessens wurden Ehrenurkunden an die Jubilare vergeben, allen voran den anwesenden Gründungsmitgliedern. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen für 40-jährige Mitgliedschaft und einige für zehnjährige. Spiele für Jugendliche verschafften ein wenig Bewegung zwischendurch, vierhändiges Klavierspiel von Michael Roth und Benedikt Berka sorgten für den Ohrenschmaus.

Strahlende Besucher auf der Kerb in Eppertshausen: Bilder

Eine lange Reihe von Stellwänden, bestückt mit zahlreichen Fotos von vergangenen Ereignissen in der Kolpingfamilie Eppertshausen, weckte das Interesse meist jüngerer Besucher. Damit auch Fröhlichkeit und schwungvolles Feiern nicht zu kurz kamen, gab es eine Tanzvorführung vom TAV Eppertshausen. Zu guter Letzt waren die Besucher selbst gefordert, das Tanzbein oder wenigstens den Körper zu schwingen, denn die „Taunus-Stürmer“ sorgten mit ihrer Livemusik für Party-Stimmung. (zpp)

Quelle: op-online.de

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