Stillstand an der Röntgenstraße

„Park45“: Neubau eines Gebäudetechnik-Unternehmens ruht wegen Rechtsstreits

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Schon länger nicht mehr voran geht es am Neubau einer Messeler Gebäudetechnik-Firma, die in die Röntgenstraße im Eppertshäuser „Park45“ ziehen möchte. Um den Rohbau gibt es juristische Streitigkeiten. 

Viele Zugänge kann das fast ausgebuchte und nahezu vollständig bebaute Gewerbegebiet „Park45“ auf absehbare Zeit nicht mehr aufnehmen. Daher sind die jüngsten Ansiedlungen von Unternehmen besonders spannend.

Eppertshausen – Zu ihnen sollte längst eine Gebäudetechnik-Firma aus Messel zählen, die ein Grundstück an der Röntgenstraße erworben hat. Dort geht es aber schon länger nicht mehr voran mit dem Bau.

Das Areal befindet sich gegenüber dem Sitz der Müller Umweltdienst GmbH („Kanal-Müller“) und nur zwei Steinwürfe von den Einkaufsmärkten entfernt. Während ein paar Meter weiter nördlich Zentrale und erstes Lager der Gessler Service GmbH planmäßig vorankommen (wir berichteten), geht es an dem Objekt der Gebäudetechniker seit vielen Monaten nicht mehr weiter.

Auf etwa „anderthalb Jahre“ taxiert Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann den bisherigen Zeitraum, in dem die Baustelle nicht mehr weitergeführt wurde. Hintergrund sei ein Rechtsstreit zwischen dem Messeler Betrieb als Bauherrn und dem ausführenden Bauunternehmen. „Über das Flachdach ist Wasser ins Gebäude eingedrungen“, weiß Helfmann. „Der Rechtsstreit liegt derzeit zur Entscheidung beim Landgericht Darmstadt vor.“ Die ausführende Baufirma sei inzwischen insolvent. Die spannende Frage lautet nun, ob der Bauherr, mit dem Helfmann im Austausch steht, demnächst selbst weiterbaue oder das Objekt gar im unfertigen Zustand wieder veräußere. Unklar ist auch, wie lange sich das juristische Verfahren noch hinziehen werde. Helfmann hofft weiter darauf, dass das Unternehmen in den „Park45“ kommt. Fürs Erste führt die Firma ihre Geschäfte weiter von Messel aus. Letztlich biete die unfertige Baustelle zwar „natürlich keinen schönen Anblick. Wir können als Gemeinde aber fast nichts machen.“

Ebenfalls abwarten und Tee trinken heißt es für Eppertshausen bei der geplanten, mit dem Zuzug von Firmensitz (und damit Gewerbesteuer) sowie rund 100 Arbeitsplätzen verbundenen Ansiedlung der Maschinenbau-Firma Günther aus Dieburg (wir berichteten). Sie will auf mehr als 9 000 Quadratmetern an der Einsteinstraße bauen und wollte mit den Arbeiten ursprünglich schon begonnen haben. Sogar von der Aufnahme des Betriebs im „Park45“ Anfang 2020 hatte das Unternehmen zunächst gesprochen. Dies wird sich verzögern: Der Kauf des Gemeindeareals ist schon länger abgewickelt, die Umsetzung dauert aber. Helfmann nennt „interne Umstrukturierungen bei der Firma Günther“ als Grund. Das Projekt als solches bleibe aber bestehen.

VON JENS DÖRR

Quelle: op-online.de

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