Eppertshausen

Störenfriede mit Vorteilen

Notizbuch der Woche: Wenigstens ein bisschen Einfluss wünscht sich Eppertshausens Bürgermeister Carsten Helfmann, wenn es um die künftigen Flugrouten für die Starts und Landungen auf dem Egelsbacher Flugplatz geht.

Eppertshausen (ale) - Dessen Bahn soll wachsen – ebenso Zahl und Gewicht der Flieger, die Kurs auf Egelsbach nehmen. Und genau dieser Kurs liegt dem Rathauschef quer im Magen: Viele der Learjets donnern direkt über die Dächer zum Beispiel der auf dem Reißbrett existierenden Häuser Im Eichstumpf; in gerade mal 500 Metern Höhe. Der Wunsch, die Störenfriede vom Eppertshäuser Himmel fern zu halten, ist verständlich – hat jedoch wenig Aussicht auf Erfolg: Wie von der Langener Deutschen Flugsicherung zu hören ist, gibt es in Egelsbach, auf das die Piloten auf Sicht zufliegen, ohnehin nicht allzu eng gesteckte Einflugschneisen wie zum Beispiel beim Instrumenten-gesteuerten Frankfurter Flughafen. Gezielt über Waldgebiete lenken könne man Piloten erst, wenn diese nicht anderen Fliegern und Wolken „von Hand“ ausweichen müssen. Eppertshausen dürfte durch seine Lage in der Nähe größerer wie kleinerer Pisten und Bahnen deutlich mehr Vor- als Nachteile haben: Erst ein paar Tage ist es her, dass sich ein großer Logistiker am Ort bei einem Auftrag gegen Konkurrenz in Paris durchsetzen konnte; auch so manches Transportband verlässt im Flugzeug das Land. Der eine oder andere Einkommenssteuer-Euro dürfte außerdem in der Gemeindekasse landen – nicht wenige Airline-Beschäftigte vom Mechaniker bis zum Piloten dürften ihr Zuhause in Eppertshausen haben.

Mächtig ins Zeug gelegt hat sich ein weiteres Mal der Münsterer Heimat- und Geschichtsverein: Seit Sonntag ist seine neue Ausstellung „Schule im Wandel der Zeiten“ im Museum an der Gersprenz zu sehen. Besonders der Arbeitskreis mit Ernst-Peter Winter, Helma und Heinz Müller, Ewald Schneider, Karl Müller und Margarete Elster hat sich über Monate in die Recherche- und Sammelarbeit gestürzt – Gegenstände aus alter Zeit von der Schulbank über zahlreiche alte Fotografien und Heften bis zur Schiefertafel mussten zusammengetragen werden. Die Arbeit hat sich gelohnt: Die Münsterer haben nur ein paar Schritte vor der eigenen Haustür die Möglichkeit (an jedem ersten Sonntag im Monat), in die Geschichte ihres Ortes einzutauchen. Was durchaus zum persönlichen Erlebnis werden kann: Denn sicher wird so mancher auf den Fotos die Verwandtschaft entdecken oder sich eventuell an die eigene Schulzeit erinnern. Vielleicht schaut bei dieser Gelegenheit ja auch der eine oder andere heutige Schüler von Aue- über Kennedy- bis Regenbogenschule vorbei.

Quelle: op-online.de

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