Vom Sturm auf die Schulbücherei

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Montag für Montag das gleiche Spiel: In der großen Pause nach der zweiten Stunden stürmen die Stephan-Gruber-Schüler in die Bücherei, um sich mit neuem Stoff zu versorgen.

Eppertshausen ‐ Kaum ist das Ende der zweiten Unterrichtsstunde eingeläutet, schon drängen sich montags zahlreiche Jungen und Mädchen in den kleinen Raum der Bücherei der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule. Von Jasmin Frank

Während sich einige in die Warteschlange einreihen, um die übers Wochenende gelesenen Schmöker abzugeben, fangen andere direkt an, im Sortiment zu suchen und zu blättern. „Wir haben eigentlich immer gut zu tun“, berichtet Kerstin Gensert, die an diesem Montag gemeinsam mit Martina Kaiser Dienst hat. „Seitdem die Kinder wissen, dass immer in der ersten großen Pause geöffnet ist, haben wir einen richtigen Ansturm zu verzeichnen“, freuen sich die beiden Mütter.

Die kleine Bücherei hat so manchen Wandel hinter sich. Vor einigen Jahren von einer Lehrerin ins Leben gerufen und danach von deren Kollegin Stefanie Groh betreut, übernahmen die Eltern gänzlich die Initiative, als Groh in die Babypause ging. „Wir haben gleich zu Beginn eine Schülerbefragung zu den Öffnungszeiten und den Lesewünschen gemacht und hatten dabei viel Resonanz. Wir konnten so auch zielgerichtet neue Bücher anschaffen, wofür wir Gelder vom Förderverein bekommen haben. Um die Kosten gering zu halten, haben wir auf Flohmärkten und im Internet viele gebrauchte, aber gut erhaltene Bücher erstanden“, erläutert die für die Organisation zuständige Birgit Gruber die aktuelle Situation.

Es gibt erstmals Bücherausweise

Ein weiteres Novum sind die Büchereiausweise, durch die die Abwicklung der Ausleihe übersichtlicher wird. „Seit den Sommerferien haben schon 126 der 211 Schüler den neuen Ausweis bekommen. Man sieht also, wie wichtig den Kindern das Lesen ist“, stellt Gruber fest. Auch die neuen Buchreihen spielen dabei sicherlich eine Rolle, gab es doch früher hauptsächlich Lesestoff für Erst- und Zweitklässler. Mit „TKKG“, „Dem magischen Baumhaus“ und anderen spannenden Krimis für junge Leser werden nun auch die höheren Klassen angesprochen. Aber es könnten natürlich noch mehr Bücher vorhanden sein, so der Tenor von Team und Nutzern.

Bücherspenden willkommen

Wer also gut erhaltene Kinderbücher für die Klassen eins bis vier übrig hat, kann diese gerne der Schulbücherei spenden, denn viele Kinder lesen gerne gleichzeitig denselben Stoff wie ihre Freunde, so auch Berivan Aydin und Annabelle Dutiné. „Wir lesen vor allem Sachbücher. Wir wollen alles über Tiere wissen, vor allem über Pferde, Hunde und Katzen. Und natürlich über Delfine“, sind sich die beiden neunjährigen Mädchen einig.

Um noch ein bisschen Geld in die Kasse der Initiative zu spülen, veranstalten die engagierten Eltern am Freitag, 20. November, ab 15.30 im Rahmen der Schullesewoche einen großen Bücherflohmarkt mit Literatur aus allen Genres und für jedes Alter. Auch hierfür bittet das Team noch um Buchspenden, die bis zum 13. November vormittags im Sekretariat der Grundschule abgegeben werden können.

Quelle: op-online.de

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