Super Entwicklung bei Gewerbesteuer

Stadt erwirtschaftet Überschuss von 1,87 Millionen Euro

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Eppertshausen wächst und gedeiht, dafür muss die Kläranlage in Schuss gehalten und ihre Kapazität erweitert werden. Kein Problem für die Gemeinde, dafür den Geldhahn noch etwas aufzudrehen.

Eppertshausen - Über ein stolzes Plus von mehr als einer Millionen Euro freut sich die Gemeinde. Ausgeglichen ist Eppertshausens Haushalt für 2017 trotzdem nicht. Von Katrin Muhl 

Wie das zusammen passt und warum sich die Bürger keine Sorgen machen müssen, erklärte Bürgermeister Carsten Helfmann in der jüngsten Gemeindevertretersitzung bei der Einbringung des Etats. Trotz niedrigster Steuersätze im Landkreis hat Eppertshausen einen Überschuss von 1,87 Millionen Euro erwirtschaftet und ihren Kassenbestand auf fast fünf Millionen Euro erhöht. Bürgermeister Carsten Helfmann äußerte sich bei der Haushaltseinbringung zufrieden, auch wenn im ordentlichen Ergebnis ein Minus von rund 368.000 Euro steht. Besonders freute er sich über „die super Entwicklung der Gewerbesteuern“, die der Gemeinde 2,8 Millionen Euro einbrachten. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es noch eine Millionen Euro.

Grund für den sechsstelligen Saldo sind Mehrausgaben, zum Beispiel für Personal oder für die mit Legionellen befallene Sporthalle. Wegen der gestiegenen Wirtschaftskraft der Gemeinde fällt auch die Kreis- und Schulumlage 200.000 Euro höher aus als im Vorjahr. Sämtliche Extra-Kosten zahlt die Gemeinde locker aus ihren Rücklagen (rund 2,28 Millionen Euro), sodass ein Haushaltskonsolidierungskonzept nicht notwendig ist.

Für das kommende Jahr stellte Helfmann Investitionen in Höhe von 1,06 Millionen Euro in Aussicht. Den größte Batzen verschlingen die Planungskosten für den sozialen Wohnungsbau in der Mozartstraße (200.000 Euro). Ebenfalls im sechsstelligen bereich liegen die Schlussrechnung für die Erneuerung der Schulstraße (170.000 Euro) sowie die Kosten der neuen Maschinentechnik für die Kläranlage (100.000 Euro). Dank der positiven Haushaltssituation muss Eppertshausen keine Kredite zur Finanzierung der geplanten Projekte aufnehmen. Und für die Bürger soll es keine Steuer- und Gebührenerhöhungen geben. Das über 350 Seiten starke Haushaltswerk ging jetzt ohne Aussprache zur Beratung in die Ausschüsse. Zur Beschlussfassung kommte das umfassende Planwerk in einer der ersten Sitzungen des neuen Jahres.

Außerhalb des Haushalts wird derzeit die Entwicklung des Gewerbegebiets „Park 45“ geführt. Dabei geht es um den nächsten Bauabschnitt zwischen Kurt-Schumacher Straße und Failisch. Die hierfür notwendigen Beschlüsse müssen noch von der Gemeindevertretung gefasst werden. Helfmann teilte dem Parlament außerdem mit, dass bei den monatlichen Stromkosten, die die Kläranlage verursacht, jetzt nur noch 6 000 Euro statt bisher 9 000 anfallen. Möglich gemacht hat das die Erneuerung der Gebläse und die Entfernung von Rückständen im Klärbecken. Die etwas mehr als 2 000 Euro, die für die Sanierung der Abwasseranlage aufgewendet wurden, scheinen daher eine lohnende Investition gewesen zu sein.

Ansturm auf Gewerbemeile

Quelle: op-online.de

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