Vorbereitung auf sportlichen Wettkampf

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Der Eppertshäuser Bodybuilder Sven Knöspel wird sich am Samstag bei der Deutschen Bodybuilding-Meisterschaft in der Juniorenklasse stark präsentieren.

Eppertshausen (jd) - „Wenn nichts mehr schief geht, werde ich zur Meisterschaft in meiner bisher besten Form erscheinen“, sagt Sven Knöspel selbstbewusst und lässt ausnahmsweise auch mal verbal die Muskeln spielen.

Daran hat der Eppertshäuser in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet - doch wenn dieser Artikel erscheint, ist das harte Training erst einmal überstanden: „In den letzten Tagen vor dem Wettkampf trainiert man im Studio nur noch leicht.“

Der 20-jährige Bodybuilder kann am Samstag, 12. Mai, in der Szene für Aufmerksamkeit sorgen: In Wiesloch will er sich bei den Deutschen Meisterschaften im Bodybuilding bestmöglich präsentieren. Der Student des Grundschullehramts an der Frankfurter Goethe-Uni geht in Klasse Junioren II - bis einschließlich 22 Jahre und ab 75 Kilogramm - ins Rennen.

Die Qualifikation für die DM gelang ihm erst am vergangenen Sonntag mit den Hessen-/Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Darmstadt. Dort wurde er drittbester Junior der beiden Bundesländer.

Im Dieburger „Fitness-Treff“ trainiert

Vor drei Wochen wog Knöspel noch 102 Kilogramm, in Wettkampfform wird der vom Groß-Zimmerner Bernd Peter trainierte Athlet rund 95 Kilogramm auf die Waage bringen. In Wiesloch erwarten den Eppertshäuser, der im Dieburger „Fitness-Treff“ trainiert und unter anderem 45 Zentimeter Bizepsumfang aufweist, mehrere Prüfungen: In der Vorwahl muss er sich in mehreren Vergleichsrunden in den Pflichtposen gegen die anderen Athleten behaupten und sich dort für die Entscheidung am Abend qualifizieren.

Es gibt sieben verschiedene Pflichtposen, bei der die Wettkampfrichter für die Bewertung auf mehrere Aspekte achten. „Neben der Präsentation des Athleten sind der geringe Fettgehalt, die Muskelmasse und Muskeldefinition sowie ein ausgeglichener Körper wichtig“, zählt Knöspel auf. Letzteren zählt er zu seinen Stärken. Es dürfe von den Proportionen her schlicht nicht unausgewogen aussehen, so müssten etwa die Beine im Verhältnis zum Oberkörper passen.

„Overnight-Competition-Colour“

Doch wie all das erreichen? Die „Overnight-Competition-Colour“, ein spezieller Selbstbräuner, mit der sich die im Solarium vorgebräunten Bodybuilder bis zu zwei Tage vor dem Wettkampf einschmieren, arbeiten nur noch die letzten Konturen im grellen Bühnenlicht etwas besser heraus - das Tüpfelchen auf dem „i“.

Davor steht der Schweiß: Sven Knöspel zieht dabei diverse Intensitätstechniken während der Wettkampfvorbereitung dem „schweren Training“ vor. Hohes Gewicht ist aber auch beim Muskelaufbau nicht der Weisheit letzter Schluss. Und: „Die Ernährung macht im Bodybuilding zirka 70 Prozent aus“, sagt der Eppertshäuser, der mit 17 Deutscher Jugendmeister war. Sein Trainer Bernd Peter nannte ihn bereits damals einen „Rohdiamanten“.

Bis zu 5000 Kalorien pro Tag

Reichlich Reis mit Hühnchen, Thunfisch, Gemüse und Molke-Protein-Isolat als Ergänzung stehen auf Knöspels Speiseplan, dagegen nichts Süßes und kein Fastfood. In seiner „Diät“ kommen somit immer noch knapp 3000 Kalorien täglich aus den genannten Lebensmitteln zusammen. In Hochzeiten des Muskelaufbaus sind es bis zu 5000 Kalorien pro Tag.

Der „Diamant“ hat sich in der Vergangenheit fortwährend weiter geschliffen - trotz zwischenzeitlichen Abiturstresses. Eine genaue Prognose für den Sonntag getraut sich Knöspel aber nicht - zu ungewiss ist, welche Konkurrenten tatsächlich anreisen werden. Sein Möglichstes habe er, der seit seinem letzten Wettkampf jedes Jahr bis zu drei Kilogramm an Muskeln zulegte, jedenfalls getan. Dank seines Coaches konnte er auf eine unterstützende Methode zurückgreifen: Mit „Ultratone“ hatte er ein professionelles Gerät zur Verfügung, das durch elektrische Impulse (die den körpereigenen Impulsen sehr ähnlich sind) den angeschlossenen Muskel anspannt und in verschiedenen Programmen trainiert. Keine Faulenzermethode, wie Sven Knöspel im Übrigen klarstellt: „Man ist danach fertig wie nach einem richtigen Training.“

Quelle: op-online.de

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