Tanzen bis das T-Shirt trieft und der Chef vergessen ist

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Das Organisations-Team „Die Wutzebuwe“: mit Veranstalter Hans-Peter Hess vom Gutshof Thomashütte (links unten).

Eppertshausen - Nein, saumäßig soll es bei den Partys nicht zugehen, auch wenn der Name „Wutzebuwe“ zunächst genau das vermuten lässt. Von Jens Dörr

Die acht „Wutzebuwe“, die eine der kleinsten Dieburger Fastnachtsgruppen bilden, wollen am kommenden Donnerstag (7. Mai) erstmals eine Veranstaltung auf die Beine stellen, die vielleicht für Furore - zumindest aber für gute Stimmung nach einem harten Arbeitstag sorgen soll: Auf dem Gutshof Thomashütte gibt es dann eine „After Work Party“, die einzige ihrer Art in Eppertshausen. Ab 18 Uhr kann getanzt, gesungen, getrunken, geredet und gelacht werden. Alles, was es also braucht, um den nervigen Boss zu vergessen.

Zusammen mit dem offiziellen Veranstalter Hans-Peter Hess organisieren die acht fröhlichen Zeitgenossen, die aus Eppertshausen, Münster, Dieburg oder Rödermark kommen, dabei alles, was zum Gelingen der Party beitragen soll: Drinnen wie draußen wird es Getränke geben, die eigentliche Party geht in der Scheune auf dem Gutshof ab. Dort kann man auf zwei Ebenen tanzen - bei der ersten Party am Donnerstag sogar zur Musik von gleich zwei DJs. „Die unterstützen sich gegenseitig“, sagt „Wutzebube“ Bernhard Weidner. Zukünftig werden sich beide abwechseln - denn die Fete vor den Toren Eppertshausens soll beileibe keine Eintagsfliege bleiben: „Wir wollen das alle zwei Wochen machen, zunächst einmal unbegrenzt“, betonen Weidner und Hess unisono.

Vor allem bei schönem Wetter dürfte der eine oder andere zwischendurch auch mal Scheune Scheune sein lassen und sich nach draußen begeben. „Dort wird gegrillt“, verrät Hess - „und zwar nicht irgendwie, sondern auf einem Profi-Grill, mit dem bereits der GrillWeltmeister aus der Schweiz gegrillt hat.“ Bei den Getränken wird es neben Bewährtem mit und ohne Alkohol auch Mixgetränke geben. Partymusik dröhnt durch die Boxen: „Die DJs haben da aber das richtige Feeling, denen müssen wir keinen Stil vorschreiben“, verspricht Weidner. Von Schlager-Queen Marianne Rosenberg hin zu den unkaputtbaren AC/DC-Opis. Sollte die Scheune, die man auch für andere Events anmieten kann, ganz voll mit tanzendem Partyvölkchen werden, sind fast 400 Leute drin.

Angesichts der Tatsache, dass man etwa mit vielen, vielen Plakaten intensiv für die „After Work Partys“ geworben hat, kein ganz unrealistisches Szenario. „Zudem“, sagt Weidner, „haben wir uns auch ein bisschen was von den After Work Partys der Winzergenossenschaft in Groß-Umstadt abgeschaut.“ Dort füllte sich regelmäßig das Haus - natürlich ebenfalls am Donnerstagabend.

Warum sich die „Wutzebuwe“ - allesamt ausreichend beschäftigte Leute auch ohne ehrenamtlich organisierte Partys - derart ins Zeug legen? „Wir haben Spaß an der Sache, ein gutes Verhältnis zum Chef der Thomashütte und wollen den Leuten etwas bieten“, fasst es Weidner zusammen. Hinter der Theke wird das Fachpersonal des Gutshofs bereitstehen. Es darf also getanzt werden bis das T-Shirt trieft.

Quelle: op-online.de

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