Aus Liebe zur drittklassigen Kammersängerin

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Eine Gruppe irrer Bankräuber sprengt die Proben für das neue Theaterstück.

Eppertshausen - Die Theatergruppe des Gesangvereins Germania brachte den Schwank „Das Theaterjubiläum“ in der Bürgerhalle an der Waldstraße auf die Bühne. Von Peter Back

Am ersten der beiden Aufführungstage war auch Autor Erich Koch anwesend, der bereits über 50 Volkstheaterstücke geschrieben hat und der eigens aus seinem Heimatort Pfullendorf nahe des Bodensees angereist kam. Er zeigte sich von den schauspielerischen Leistungen sowie dem Bühnenbild, für das Joachim Belzer verantwortlich zeichnete, angetan.

Ein Ess- und Wohnzimmer mit Tisch, Stühlen und einer kleinen Couch auf der Bühne der Bürgerhalle bildeten den Rahmen für eine Komödie in drei Akten, in der die Schauspieler mit witzigen Dialogen sowie zahlreichen Situationskomiken überzeugten: Alfred, ein Regisseur und Kapellmeister, gespielt von Hans Müller, hat zum Jubiläum seines Theaters ein Musical geschrieben.

Vor allem, weil er Sarah Mirabelle (Monika Seitel), eine drittklassige Kammersängerin, mit der er ein Verhältnis hat, darin unterbringen will. Seine Frau Elise (Helga Schrod) macht anscheinend gute Mine zu dem Spiel. Mark (Herbert Seitel), der stellvertretende Vorsitzende der Theatergruppe und Marion (Sigrid Belzer), die Frau des Vorsitzenden Otmar (Günter Seitel), geben Alfred zu verstehen, dass die Gruppe lieber eine Komödie aufführen will.

Scheck für den Gesangverein Germania

Unverhofft stehen Jupp (Christoph Visone) und Wilma (Kristina Müller) im Raum, die die Bank gegenüber überfallen haben und vor der Polizei zu der Theatergruppe flüchten. Außerdem sind aus der Irrenanstalt des Dr. Mabuso (Karl-Heinz Pesl) Hansi (Armin Müller) und Hanni (Gisela Belzer) ausgebrochen. Die Polizistin (Jasmin Scharf) verhaftet im Laufe der Handlung die Irren als Bankräuber. Durch zahlreiche Verwechslungen nimmt die Handlung richtig Fahrt auf.

Vorstandsmitglied Andreas Hock moderierte den Abspann und stellte die einzelnen Schauspieler vor, während Bürgermeister Carsten Helfmann die Bedeutung des Gesangvereins Germania betonte und einen Scheck über 250 Euro überreichte.

„1970 haben wir mit unseren Theateraufführungen im Zweijahresrhythmus begonnen“, erinnerte sich die Initiatorin und Regisseurin Gisela Belzer. „Rund 30 Helfer, von der Kasse über den Getränkeausschank bis zum Belegen der Pausensnacks, arbeiten im Hintergrund und ermöglichen den Gästen einen schönen Nachmittag“, erzählte Helferin Lioba Seibert.

Hans-Dieter Müller, Chorleiter seit 18 Jahren, lud zu einer musikalischen Weinprobe für Samstag, 28. Oktober, um 17 Uhr in die Bürgerhalle an der Waldstraße ein und warb für das neue Angebot „Singen nach Noten“, das im Herbst an jedem zweiten Dienstag in der TAV-Halle in der Jahnstraße 2 stattfindet. Nächster Termin, zu dem alle Musikinteressierten, auch ohne Vorkenntnisse, eingeladen sind, ist am Dienstag, 2. Oktober, von 19 bis 19.45 Uhr.

Quelle: op-online.de

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