Theorie gehört dazu

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Das neu gegründete Beginnerorchester Eppertshausen probt bereits fleißig für seinen ersten Auftritt im April. Ein Fagott und eine Oboe könnte das 18-köpfige Ensemble als akustische Verstärkung gebrauchen.

Eppertshausen ‐ Seit zwei Uhr tutet, bläst, pfeift und flötet es an diesem Freitagnachmittag in den Räumen der evangelischen Friedensgemeinde Eppertshausen: Das neue Beginnerorchester probt hier zum ersten Mal. Von Jasmin Frank

Wir haben uns zwar vorher schon zweimal getroffen, aber heute spielen wir zum ersten Mal nach Noten“, erzählt Dirigentin Kristina Hensel stolz. Zuvor haben die Kinder erst ihre Mitmusikanten und die jeweiligen Instrumente kennen gelernt. Dabei ist nicht nur wichtig, wie ein Instrument heißt, sondern auch, wie es sich anhört. „Eine Tuba gibt natürlich ganz andere Töne von sich, als beispielsweise eine Querflöte“, erläutert Hensel. Doch einige Vorkenntnisse hatten die Jungen und Mädchen auch schon, denn viele waren zuvor in der Blockflötengruppe der engagierten Lehramtsstudentin und haben dort auch die verschiedenen Instrumente ausprobieren können.

Diese werden vom Musikverein 08 Ober-Roden zur Verfügung gestellt, der auch der Träger des jungen Orchesters ist. „Ich war früher auch bei Kristina“, erzählt Svenja Dony. „Wir haben dann ein Musikkarussell gemacht und ich habe Saxophon, Trompete und Klarinette ausprobiert“, berichtet die Neunjährige, die sich gemeinsam mit ihren Freundinnen für Letzteres entschieden hat.

Nun heißt es aufpassen, denn es kann schon losgehen. Von Anfang an lernen die Kinder kleine Lieder und haben auch schon ihren ersten Auftrittstermin: Am 25. April werden sie in der Rödermärker Kulturhalle zeigen, was sie in der kurzen Zeit schon gelernt haben. „Man braucht schon etwa ein Dreivierteljahr, bis man ein vorzeigbares Repertoire zusammengestellt hat. Aber die Kinder arbeiten unheimlich gut mit und sind voller Elan“, erläutert Hensel. Neben dem Üben der Stücke steht jede Woche auch etwas Musiktheorie auf dem Programm, zusätzlich werden Werke bekannter Komponisten angehört – für die Allgemeinbildung und um den Kindern einen Eindruck zu verschaffen, was alles möglich ist.

Einzelunterricht und Hausaufgaben

Bis die Kinder selbst Mozarts Nachtmusik spielen können, dauert es noch ein Weilchen. So lange heißt es für die sechs Querflöten, drei Klarinetten, zwei Saxophone, vier Trompeten, zwei Schlagzeuge und Posaune, Tuba und Waldhorn fleißig üben: Zusätzlich zum Einzelunterricht gibt es noch Hausaufgaben. „Wir haben eigentlich alle wichtigen Instrumente zusammen. Da es mit 18 Kindern ein großes Orchester geworden ist, ergibt sich ein umfangreiches Klangbild. Wir könnten aber noch eine Oboe oder ein Fagott gebrauchen. Und auch den einzeln vertretenen Instrumenten könnte etwas Verstärkung nicht schaden“, erklärt Hensel lächelnd. Man sieht ihr ihre Begeisterung für das Projekt an.

Wer jetzt noch neu mitmachen will, sollte aber schnell sein, denn bald haben die kleinen Musiker ihre ersten Stücke gelernt. Wer schon ein Instrument spielt, aber noch ein Orchester sucht, ist natürlich ebenfalls willkommen und kann sich bei Kristina Hensel (Tel.: 06071 34673) informieren. „In einer Gruppe zu spielen macht viel mehr Spaß, als alleine zu Hause zu sitzen“, urteilt der aus Ober-Roden kommende Manuel Krenig, der mit seinem Schlagzeug den Rhythmus vorgibt.

Quelle: op-online.de

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