Car- und Bike-Treffen an Thomashütte

Corvette-Gebrumm an Lamakoppel

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Dieser amerikanische Schulbus aus Dieburg macht den Shuttle für das US-Car-Treffen an Eppertshausens Thomashütte. Der Spiegel am Hingucker ist auch für „Selfies“ eine feine Sache.

Eppertshausen - Rund 400 Amischlitten werden zum großen US-Car- und Bike-Treffen an der Thomashütte erwartet. Zum Stelldichein von Chrom und Lack gesellen sich 100 Motorräder und ein buntes Programm. Von Thomas Meier 

Das tiefe Röhren satter Achtzylinder wird nicht nur die Lamas auf der Thomashütte irritieren, ein Blitzen und Blinken aufpolierten Chromes nicht nur Hühner und Gänse dort blenden: Zum ersten US-Car- und Bike-Treffen am Samstag wird so manches anders sein in der beschaulichen Idylle der Aussiedler-Einkehr mit Kuschelzoo und Biergarnituren-Gemütlichkeit. Zwischen 400 und 500 seltene US-Automobile und etwa 100 Motorräder aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sollen aus nächster Nähe zu bestaunen sein. „American Food & Drinks“ werden als Beilage zu den optischen Leckerbissen versprochen, Cocktails und Livemusik sorgen für einen stimmungsvollen Rahmen rund um die US-Limousinen.

Die Idee zum optisch-akustischen Ausnahmetreffen wurde in Dieburg geboren. Und auch in eine – zu zögerliche – Tat umgesetzt. 2013 wollte ein selbst zwei Amischlitten fahrender Dieburger (eine Corvette und ein 63-er Thunderbird) mit ein paar Kumpels eine schmucke Bühne zur Verfügung stellen, auf der die Driver sich und ihre Cars präsentieren konnten. Bei mehr als 120 gemeldeten Autos wurde aber schnell klar, dass zwar die Idee stimmte, nicht aber der gewählte Platz am Haus Hubertus in Dieburg solchen Anforderungen auch genügte. „Wir mussten in die Altheimer Straße ausweichen, es gab Knatsch zwischen den vorne postierten Oldtimer-Fahrern und den sich an den Rand gedrängt gesehenen Newtimer-Lenkern.“

Programm lässt Herzen höher schlagen

Aber weil’s doch so schön war, sann man umgehend auf eine Wiederholung. Und diesmal planten die Fans mit einem prima Verbündeten: Alex Ramien, einer der Thomashütten-Betreiber und selbst zirzensischer Höllenkugel-Biker, war begeistert. „Die Thomashütte ist mit ihren Räumlichkeiten, dem Platzangebot an Parkraum, den kindergerechten Freizeitmöglichkeiten und seiner exzellenten Küche genau das Richtige für ein solches, ungewöhnliches Event“, sagt er zum Treffen.

Das Programm, das alle Beteiligten für das „Chrom-Meeting“ auf die Beine stellten, lässt die Herzen der amerikanisierten PS-Fans höher schlagen. Wer bringt nicht automatisch Elvis mit Cadillac in Verbindung? Und die Jungs wissen, was sie tun. Denn auch den alten Filmen mit James Dean, ihren legendären Autorennen und dem untrennbar damit verbundenen Freiheitswillen der amerikanisch Jugend wird kräftig gehuldigt. Rock und Soul mit Memphis werden erklingen. An der Hütte im Wald gibt es den ersten „Eppertshäuser Hard Rock Kaffee“, zu Rockabilly werden Girls in farbenfrohen Pettycoats erwartet.

Ab 10 Uhr gibt es Chrom und Lack im Überfluss, macht sich ein Hauch von Vegas an der K180 breit. Die Show von „Elvis Gerry & the Caveman“ gibt es um 15 und um 17 Uhr zu bestaunen, Alex Ramien zeigt seine Motorrad-Stuntshow in der Kugel um 14 und um 16 Uhr, zwei Dragster werden um 18 Uhr in Aktion präsentiert. Zu sehen sind ein Dragster mit 33.000 PS sowie Gerd Habermanns Motorrad-Dragster mit immerhin 7 700 Pferdestärken unter der nicht vorhandenen Haube.

Apropos Haube: Laut Veranstalter hat sich bereits ein Brautpaar zu Besuch angekündigt, das Treffen als außergewöhnliche Location für die Hochzeitsfotos zu nutzen. Noch ein Schmankerl: Nicht so hochmotorisiert, aber sehr praktisch und ein absoluter Hingucker wird der original US-Schulbus sein, der einen Bus-Shuttle vom Parkplatz am Park 45, Einsteinstraße, zur Thomashütte ermöglicht. Der nagelneue Bus ist ganzer Stolz der Privaten Tagesheim- und Internatsschule Dieburg, weiß deren Direktor Lars Peter Rudorff, der selbst ganz vernarrt ist in das Prunkstück.

Quelle: op-online.de

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