Löschwassertanks und ein Erlebniskonzept

Thomashütte: Neue Pläne für alten Gutshof

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Noch liegt der Betrieb des Ausflugslokals Thomashütte auf Eis, doch schon bald soll ein Neustart in eine sonnige Saison gefeiert werden.

Eppertshausen - „Die Thomashütte ist bis auf Weiteres geschlossen" – so informiert seit langem ein kleiner Zettel in Klarsichthülle an der verschlossenen Eingangstür vom Zustand des so beliebten Ausflugslokales zwischen Eppertshausen und Messel. Von Thomas Meier

Nach Problemen mit dem Betreiber, Pächterwechsel und Gesamtsanierung der Kreisstraße 180, die als Zubringer für die Autofahrer vergangenes Jahr lange Zeit ausfiel, gibt es nun doch einen Hoffnungsschimmer. Der Besitzer des 180 Jahre alten Gutshofes, Peter Possmann von gleichnamiger Kelterei, versichert: „Spätestens zum 1. Mai wird die Thomashütte wieder ein erlebnisreiches Ausflugs-ziel für die ganze Familie, Wanderer und Radler sein. Wir haben viele Pläne, die schnellstmöglich verwirklicht werden sollen. “.

Wenn möglich, will der Geschäftsführende Gesellschafter der Kelterei bereits im April die Tore seiner Thomashütte im Messeler Hügelland wieder weit geöffnet haben, doch gilt es bis dahin, noch einige Widrigkeiten aus dem Weg zu räumen. Der Besitzer hat den Gutshof vor einigen Jahren an eine Bayrische Brauerei verpachtet, die sich wiederum einen Unterpächter gesucht hatte.

Der Name Thomashütte tauchte erstmals in einer Sterbeurkunde des Johann Nicolaus Grohe am 2. Mai 1762 auf und wurde dann beibehalten. Am 1. Oktober 1926 meldete Joseph Gruber III den Betrieb der Ziegelei ab. Vom 14. Mai 1927 wird über eine Beratung im Eppertshäuser Gemeinderat berichtet, in der um eine Gastwirtskonzession ersucht wurde. Seitdem ist die Thomashütte Ausflugsziel und ein weithin bekanntes Restaurant, überwiegend war sie dabei betrieben worden von der Eppertshäuser Familie Gruber.

Zuletzt hatte ein Unternehmer aus Münster sich als Betreiber des Gastro-Großbetriebs im Wald versucht, ihn allerdings kurz vor der Straßensanierung übernommen und einiges Pech gehabt. Das Weihnachtsgeschäft lief zwar, doch gab es dann gleich mehrere Dissonanzen mit Verpächtern und Behörden. Peter Possmann sagt heute: „Es wurde viel geredet und auch viel Falsches in Umlauf gebracht.“ Er meint damit den Vorwurf, dass bauliche Mängel am Gutshof zur behördlichen Schließung geführt hätten, wie im Internet auf der Homepage des Lokals behauptet worden war.

Richtig sei, dass die Kreisbaubehörde Einwände geltend machte. Sie hätten ihn überraschend getroffen, sagt Possmann gegenüber unserer Zeitung. Dabei sei es allerdings um eine fehlende Löschwasserversorgung gegangen, nicht etwa um bauliche Mängel an der Substanz der Lokalität. Im Außenbereich Eppertshausens gebe es nun mal keinen Hydranten und das Kreisamt habe zur Auflage gemacht, eine moderne Löschwasservorsorge bereitzustellen. „Früher hatte wohl noch nie jemand nach so etwas gefragt“. Die Wehr hätte sich einst an den vorhandenen Teichen nahe der Thomashütte versorgt, doch die Bestimmungen heute verlangten, dass Wassertanks in unmittelbarer Nähe Löschwasser vorhielten.

„Wir werden den Vorgaben freilich umgehend nachkommen und haben vom Kreis bereits die Genehmigung erhalten, unseren Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, bis die Anlage steht. Die Baupläne liegen dem Kreisbauamt vor, sobald sie genehmigt sind, wird die Anlage realisiert“, sagt Possmann. Gespräche mit neuen Pachtinteressenten würden ebenfalls bereits geführt.

Quelle: op-online.de

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