Tonnen an Sachspenden verladen

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Pfarrer Harald Christian Röper, Sascha Wolf und Emanuel Michalik (von links) sind ein eingespieltes Team, wenn es ums Beladen der Trucks für den Rumänien-Hilfstransport aus Eppertshausen geht.

Eppertshausen ‐ Bei winterlichen Temperaturen kamen einige fleißige Eppertshäuser richtig ins Schwitzen, denn für sie gab es einiges zu tun: Der seit 1993 jährlich zusammengestellte Hilfstransport nach Aiud/Sincrai in Rumänien wurde vorbereitet. Von Jasmin Frank

Das bedeutete für die Männer vor allen Dingen eines: Kisten, Taschen, Räder und Kinderwagen aus dem Lager im Rathauskeller tragen, zum bereitstehenden Sattelschlepper zu transportieren und dann in dessen Laderaum verfrachten.

Wer noch etwas für diese direkte Rumänienhilfe beisteuern möchte, kann dies über das Spendenkonto VoBa eG Eppertshausen, Konto-Nr. 85 197, BLZ 508 655 03, Stichwort „Hilfstransport 2009“ gerne tun.

Eine richtig anstrengende Aufgabe, auch für Hubert Köhler, der in diesem Jahr zum ersten Mal mithilft. „Ich bin zwar eigentlich eher ein Büromensch, aber für dieses Projekt packe ich auch gerne handfest mit an. Es ist ja für einen guten Zweck“, begründet der engagierte Eppertshäuser sein Handeln und wendet sich mit Elan den nächsten Kisten zu, die verladen werden müssen. Auch Sascha Wolf hat im Frachtraum des Vierzigtonners alle Hände voll zu tun, die vielen Sachspenden möglichst platzsparend unterzubringen.

Seit 1995 beim Hilfprojekt für rumänische Kinder

Die beiden Lkw sind das Teuerste an der Aktion, sie müssen gemietet und betankt werden, da müssen wir natürlich zusehen, dass wir die vorhandene Fläche auch wirklich gut nutzen“, erklärt Wolf. Er ist schon seit 1995 bei dem Projekt Casa die Copii (rumänisch für: Haus der Kinder) dabei und mittlerweile federführend an der Organisation beteiligt. Dafür nimmt er einige private Einbußen in Kauf: „Es ist unheimlich viel Arbeit, so eine Fahrt zu planen. Wir sammeln das ganze Jahr über Sachspenden, die dann sortiert und eingelagert werden müssen. Besonders intensiv sind aber die Wochen vor der Abfahrt. Ich bin jedes Wochenende beschäftigt, die Hilfsaktion nimmt für mich teilweise Ausmaße an, als wäre sie mein zweiter Job.“ Spaß macht ihm die Sache aber trotzdem, sonst wäre er nicht nach seinem Zivildienst bei dem Rumänienprojekt hängen geblieben, bei dem vor allem ein kleines Waisenhaus unterstützt wird.

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Angefangen hatte alles vor etwa 20 Jahren auf Initiative von Pfarrer Harald Christian Röper, der zu diesem Zeitpunkt stark in der Asylantenbetreuung engagiert war. Auf Umwegen kam es dann zu einem Kontakt nach Rumänien, bei dem zuerst etwa 100 Waisenkindern ein Erholungsaufenthalt am Rennsteig ermöglicht wurde. Da sich eine solche Aktion als zu teuer erwies, kam man auf die Idee, die Kinder vor Ort zu unterstützen: „Solche Hilfe bringt in der Summe wesentlich mehr, als einfach einen Geldbetrag zu überweisen“, erläutert Röper und weist darauf hin, dass heute auch die irakische Flüchtlingsfamilie, die in seinem Pfarrhaus untergebracht ist, mit anpackt.

160 Räder, zwölf Tonnen Kleider, 30 Kinderwagen

Der Pfarrer lässt es sich nicht nehmen, das ein oder andere Stück selbst in den Lastwagen zu heben. Und so wandern mit vereinten Kräften insgesamt 160 Fahrräder, zwölf Tonnen Kleider, 30 Kinderwagen, etliche Babytragen und eine Palette Babynahrung in die Sattelschlepper. Ein besonderes Highlight ist für Sascha Wolf aber eine große Spende Hygieneprodukte: „Wir haben noch viele Paletten Waschpulver, Shampoo, Duschbäder und diverse Cremes gespendet bekommen. Die werden vor Ort dringend gebraucht, deshalb haben wir uns sehr darüber gefreut. Was wir aber immer noch brauchen, sind Geldspenden, um die hohen Transportkosten zu decken“, so Wolf.

Quelle: op-online.de

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