Tradition wirbt Neubürger

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Wir sind Kolping - auch in Eppertshausen will man über den Verband informieren.

Eppertshausen - Der Ort wächst und gedeiht schnell. Da wollen auch die Vereine nicht hintan stehen und melden sich schlagkräftig zu Wort. Die Kolpingfamilie beispielsweise wirbt im Neubaugebiet nicht nur mit einer nach ihr benannten Straße, sondern nun auch mit Aktionen. Von Jasmin Frank

Für eine 48 Stunden währende werden gar noch Mitstreiter gesucht.

Was ist eigentlich eine Kolpingfamilie? Es handelt sich dabei nicht um eine Familie, die sich bei der Kolpinggemeinde engagiert, sondern um die Ortsgruppe selbst. „Wir benennen uns - wie in allen anderen Orten auch – als Familie, weil wir damit zeigen wollen, dass wir für alle Altersgruppen da sind und uns für Themen stark machen, die jeden in einer Familie betreffen: Kinder, Jugend, Arbeit und Senioren“, erläutert Irmlind Törner vom Vorstand der Eppertshäuser Sektion. Damit mehr Einwohner ihre Organisation kennen lernen können, bereitet die Gruppe gerade ihren Informationstag unter dem Motto „Das sind wir“ vor. Am Freitag, 12. August, sind sie ab 17 Uhr in der Kolpingstraße und zeigen, wie vielfältig ihr Engagement ist. Die Straße wurde nicht nur ihres Namens wegen ausgewählt, sondern auch, weil sie im Neubaugebiet „Im Eichstumpf“ liegt: Gerade Neuzugezogene sollen aufmerksam gemacht werden.

„Es ist nicht unser primäres Anliegen, neue Mitglieder zu werben, sondern aufzuzeigen, wer wir sind und was wir machen. Wenn sich jedoch Menschen angesprochen fühlen, bei uns aktiv zu werden, freuen wir uns. Dafür ist es auch nicht notwendig katholisch zu sein, aber mit den christlichen Grundwerten sollte man sich schon identifizieren“, erläutert der Vorsitzende, Marcus Schledt.

Geboten wird bei der Kolpingfamilie einiges: Alleine in diesem Jahr sind unter anderem noch eine Jugendfreizeit, das 48-Stunden-Projekt, eine Kleidersammelaktion, ein Vater-Kind-Wandern und ein Senioren-EDV-Kurs geplant. Das Thema Glauben steht bei den Eppertshäusern im Mittelpunkt ihres Schaffens, doch auch Verantwortung, Mut und Begeisterung werden nicht nur propagiert, sondern auch gelebt.

„Wir freuen uns, wenn wir Menschen mitreißen können, etwas für andere zu tun. Auch hier vor Ort gibt es viele Menschen, die Unterstützung brauchen und für die sind wir da“, erläutert Schledt. Seien es die Hausaufgabenhilfe oder das Jugendzentrum, für die von der Kolpingfamilie die Patenschaft übernommen wurde, oder seien es konkrete Anlässe in einzelnen bedürftigen Familien: Die Eppertshäuser stehen bereit, um sich zu engagieren.

Informationen gibt es auf der Internetseite oder bei marcus-schledt@kolping-eppertshausen.de.

Da Adolph Kolping seinen Verein ursprünglich zur Unterstützung armer Handwerksgesellen gegründet hatte, kommt auch das Thema Arbeit nicht zu kurz: Immer wieder werden Veranstaltungen dazu angeboten, seien es Vorträge oder aber auch Betriebsbesichtigungen. Doch bei all dem darf auch der Spaß nicht fehlen: Die Kolpingfamilie trifft sich regelmäßig nicht nur zur Planung von Festen, sondern auch zur Geselligkeit und unternimmt zudem zahlreiche gemeinsame Ausflüge.

Deshalb ist auch für den 12. August ein buntes Rahmenprogramm vorgesehen: Neben einer Riesenrutsche und einer Hüpfburg wird ein Menschenkicker vorhanden sein. „Das ist immer eine Riesengaudi, denn so wie man die Kickertische kennt, können sich die Besucher unserer Veranstaltung als lebendige Kickerfiguren wieder finden und versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Für Stärkung ist mit Speisen und Getränken natürlich für alle bestens gesorgt“, schmunzelt Marcus Schledt.

Quelle: op-online.de

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